Lotus Brexit

Kine britische Firma käme heute, selbst wenn die Brexit-Abstimmung anders ausgegangen wäre, auf die Idee ein Produkt „Europa“ zu nennen. Vor 50 Jahren, der Europa wurde zwischen 1966 und 1975 gebaut, hatte man da keine Bedenken. Denn man verband damit eher Aufbruch und Zukunft.
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Auch wenn die Namen seiner Geschwister mit Elan und Esprit heißen ist der Lotus Europa dennoch sehr agil zu bewegen. Mit einem Leergewicht zwischen 612 und 710 kg wiegt er die Hälfte eines aktuellen Porsche Boxster. Und macht dementsprechend mit weniger Pferdchen ebenso viel Fahrspaß.
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Wahrscheinlich ist der Name dem vor der Hinterachse montierten kontinantalen Antriebsstrang des epochalen Renault 16, der den Europa zum Britisch-Französischen Produkt macht, geschuldet. Diese Hausmannskost wurde ab 1971 durch einen leistungsgesteigerten Ford Motor ersetzt.
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Dennoch musste die Marke so manche Spöttelei ertragen. Der Rennfahrer Graham Hill lästerte „Wenn mich das eigene Hinterrad überholt, spätestens dann weiß ich, dass ich in einem Lotus sitze.“

Zu diesem Modell hat mich wieder einmal mein „Lieblingsjapaner“ inspiriert. Diesmal war es sein „Super Low“ aus dessen Nachbau sich der Lotus entwickelte.

Eine wahre Flut neuer Teile

Kürzlich wurde eine wahre Flut neuer Teile veröffentlicht. Brickset listet für den 05.06.2016 2385 neue Postionen.
Bricklink ist bescheidener und listet für das aktuelle Jahr 116 neue Formvarianten.
Die Diskrepanz zwischen den Zahlen kommt daher zustande, das bei Brickset auch Teile, die bereits früher einmal erhältlich waren, aber eine neue Element-ID erhalten haben, als neues Teil aufgeführt werden. Dazu kommen die neuen Farbvarianten alter und neuer Formen hinzu.

Eine erfreuliche Neuauflage ist z. B. der Inverse 1×2 Dachstein in dunkelblau (3665). Diesen gab es zuvor im Jahre 2005 in einem einzigen Set. Entsprechend orbitant waren die Preise, die bei Bricklink aufgerufen wurden.

Die Menge neuer Teile muss ich selbst erst einmal verkraften, um dann näher zu berichten.

ABSolut empfehlenswert

ABSolut empfehlenswert ist der Besuch der Ausstellung „ABSolut Steinchen„, die am 04. und 05.06.2016 in der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg stattfindet.
Erste Impressionen konnte ich beim Aufbau am Freitag, 03.06. einfangen. Und natürlich viele, tolle Freunde und Bekannte wieder treffen.
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Hier entsteht die große Monorail-Anlage im MonoRail-Standard (MoRaSt).
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Ralf (Cran) hat seine PCS mitgebracht, die er zum Ausstellungsbeginn zu einer mittelalterlichen, modularen Stadt zusammengepuzzelt haben wird.
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Werner (Lok24) hat eine Anlage aus der grauen 12V-Aera mitgebracht. Nicht aus dieser Zeit stammt die Steuerung des Stellwerks.
Mehr Fotos von mir gibt es auf Flickr.

Ein echter Siegertyp

In meiner Kindheit hat man 40 Jahre Autos noch als „Schnaufferl“ bezeichnet. Heute, der Porsche 935 wurde von 1976 bis 1981 gebaut, können einem so alte Autos den Atem rauben. So alt ist der „Top Ass“ der Autoquartette schon. Auch wenn eine aktuellen, aufgeblasenen Mittelklasse-Vertreterlimousine wie dem BMW M5 mit 441 kW zumindest auf dem Papier auf dem Niveau des 935 angekommen sind. Bei einer Alltagstauglichkeit, die sich der Porsche niemals angemaßt hätte.
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Ein echter Siegertyp ist der Porsche 935. Zahlreiche DIN A4-Seiten umfassen die Ergebnislisten aus Wikipedia.
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Eigentlich habe ich keine besondere Affinität zur Zuffenhausener Marke. Auch wenn es nach dem 917 bereits mein zweiter klassicher Rennwagen ist.
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Initialzündung war der Porsche 935/78 „Moby Dick“ aus de, japanischen 4-Wide Lego Cars Blog. Diesen 935 musste ich haben und startete unverzüglich den Nachbau. Auch das Modell ist ein Siegertyp, denn es wurde bei der Messe „Minifig rides“ zum besten Rennwagen gewählt, wie mir der Online-Translator verraten hat.
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Dann habe ich den 911er, ebenfalls ein Nachbau und m.E. die beste Umsetzung dieses Typs überhaupt, daneben gestellt. Eigentlich steckt unter dem 935 ein 911 Turbo, intern als 930 bezeichnet. Also müssen die Proportionen passen. Radstand verlängert, steilere Frontscheibe. Farbschema angepasst. Goldene BBS-Felgen. Andere Front, flacheres Heck. Entlüftungskästen in den Türen. Graziler Heckspoiler. Keine Ahnung, ob das jetzt eine Kopie, ein Plagiat, ein MOD oder inzwischen ein MOC ist. Egal. Hauptsache das Ergebnis gefällt.

Mixels Serie 7 zum halben Preis bei S@H

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Völlig überraschend und ohne Vorwarnung gibt es seit heute die Mixels der Serie 7 zum halben Preis. Bei Shop@Home und bestimmt auch in den Stores.
Ab 30€ gibt es bis 31. Mai noch einen Creator Papage 30472 als Beigabe. Der leider keine besonders tollen Teile oder Farben enthält.
Update 22:27. Das ging ja schnell. Heute morgen, gegen 7 Uhr konnte ich noch acht von neun Mixels-Tüten bestellen. Jetzt sind nur noch drei von neun Sets verfügbar. In den Stores wird die Verfügbarkeit abweichen.

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Aus skandinavischen Bausteinen sollte man auch skandinavische Autos bauen. Und da ich schon mal ein Fahrzeug eines schwedischen Überschlagkünsters gebaut habe ich diesmal Carlsson auf dem Dach zum Vorbild genommen. Beziehungsweise einen von ihm erfolgreich pilotierten Saab 96. Erst im sechsten Produktionsjahr, der Saab 96 wurde ab 1960 gebaut, wurden ein Viertaktmotor verbaut. Ein von Ford zugekaufter V4. Zuvor wurde ein von Heinkel entwickelter und gefertigter Zweitaktmotor verbaut.
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Die leider im vergangene Jahr verstorbene Rallye-Legende Erik Carlsson hatte recht häufig seinen Wagen aufs Dach gelegt und sich so diesen Spitznamen eingefangen. Den er mit Stolz trug. Zu den großen Erfolgen gehörten u. A. Siege bei der Rallye Monte Carlo in den Jahren 1962 und 1963. Das 63 Fahrzeug, zweitaktend, habe ich zum Vorbild genommen.
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Der Saab 92 war 1949 das erste von der Firma aus Trollhättan gebaute Auto. Beim Saab 91 handelte es sich noch um ein Flugzeug, Inzwischen ist Saab weitgehend Geschichte. Schade.

Ein vor zwei Tagen erschienener Artikel über den Saab 92 gab den Auslöser, sich an dem zweitaktenden Schweden zu versuchen.

Die Idee wuchs aus zwei AZMEPS mit Rundfliesen und einer Gitterfliese. Für den Übergang von 3W auf 4W wurde eine 1×2-Platte mit Hohlpin beötigt. Mit einem alten Gelenk lies sich das realisieren.
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Die ganz normalen Felgen gibt es leider nicht im originalen Schwarz. Auf Grund der eingelenkten Vorderachse wollte ich nicht auf Rundeiner-Platten mit Loch ausweichen.

Klemmbaustein-Verpackung für den Himbeerkuchen

Heute gibt es doppelten Fremdteil-Alarm. Beim Versender Alternate habe ich ein Klemmbaustein-kompatibles Gehäuse für den ‚Himbeerkuchen‘ Raspbery Pi gefunden.
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„multicomp Gehäuse für Raspberry PI-Blox“ ist die sperrige Bezeichnung.
Das Gehäuse kostet 9,99 e. Der Versand bis 20€ Warenwert kostet preiswerte 1,99€. Allerdings kommen bei allen Zahlungsarten, Vorkasse ausgenommen, noch 99 Cent „Transkationsgebühr“ hinzu. 2.98 € wären auch in Ordnung gewesen. Über die blöde Gebühr habe ich mich geärgert. Sei es drum, das Gehäuse hat mir Freude bereitet.

Zur Zeit ist es in den klassischen Farben weiß, gelb. rot, blau und schwarz erhältlich. Ich habe eines in schwarz geordert, in dem mein älterer Pi 2 B verbaut wurde. In das rote ist der nagelneue Pi 3 B gewandert. Die Farbtrue meiner beiden Muster ist tadellos. Ebenso Passform und Klemmkraft.
Die Box misst 8 x 11 x 3 Noppen. Genau die Abmessungen der klassischen Box aus 1982. Die Box fehlt in meinem Bestand, dafür zeigt die 8 x 11 Platte die Größe der Kuchenbox.
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Neben den funktionsbedingten Öffnungen stören die abgerundeten Ecken das Bild eines in ein Lego-Bauwerk integrierten Einplatinencomputer etwas.
Die Blenden von Netzwerk- und USB-Anschlüssen stehen etwas hervor. Sofern man diese nutzt, ist das nicht störend.
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Der Micro-SD-Kartenslot ist so platziert, dass die Karte geringfügig über das Gehäuse hinaussteht. Schade. Dafür kann der Gehäusebauer nichts. Der Pi ist halt einfach ein, zwei Millimeter zu lang.
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Ein Versuch mit dem Original LEGO-USB-Stick. Im oberen, mittleren Slot sitzt in der Flucht der Noppen und genau eine Plattenhöhe unterhalb der Gerhäuse-Oberkante. Dennoch lässt er sich allenfalls für Snot-Virtusosen in ein Bauwerk integrieren.

Für mich ist es das Gehäuse eine willkommene Gelegenheit, trotz des verbots der Gattin etwas Klemmbaustein-artigiges ins Wohnzimmer zu schmuggeln, wo der Pi als Mediaplayer genutzt wird. Für MOCer mit Bewegungsdrang ist das Gehäuse eine wilkommene Möglichkeit, den Kleioncomputer sicher auf der Grundplatte zu befestigen.
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Abschließend noch der unscharfe Blick in meinen Pi 3 mit schräg aufgeklebtem Kühlkörper.

Oldies but Goldies

Mal wieder ist es eine Steinebox aus der Classic-Reihe, das „Kreative Bauset 10702“ die meine Neugierde weckt. Zurecht, der der Inhalt ist spannend und wertvoll.
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Die Steine sind auf fünf Tüten, in denen wiederum fünf Kleinteile-Tüten eingelegt sind, verteilt.

41 verschieden Farben führen dazu, dass man eine über große Auswahl verfügt. Aber von nichts genug hat. Dennoch kann man schöne Modelle aus der Box bauen. Besonders der Radio-Rekorder hat es mir angetan. Kennen heutige 4-jährige (untere Altersempfehlung) so etwas überhaupt noch? Sei es drum. Das Set ist bis 99 Jahre zugelassen.
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Was mir besonders gefällt. Alle Modelle der Anleitung in Papier und im Download lassen sich gleichzeitig bauen. Immer noch blieben zahlreiche Teile übrig.
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Aus den 583 Elementen hebt sich der Dachstein 3747 Sand Green Slope, Inverted 33 3 x 2 in Sandgrün besonders hervor. Bisher gab es dieses Farbvarante nur in der Freiheitsstatue 3450. Und auch dort wurde nur ein einziger Stein davon verbaut. Entsprechend prohibitiv ist der Kurs, zu dem dieses Element aufgerufen wird. Aktuell ist keines unter 29€ zu bekommen. Dafür bekommt man mehr als eine ganze Box die zwei dieser Steine enthält. Die UVP des Sets beträgt 24,99€.
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Einen Wermutstropfen gibt es dennoch. In der Statue ist die 2010 ausgelaufene Ausführung 3747a verbaut. In der Steinebox wird die aktuelle Ausführung „with Connections between Studs“ 3747b zu finden sein.

Die Spekulanten wird es ärgern, die Nachbauer wird es freuen. Und die Käufer gebrauchter Statuen müssen künftig ein wachsames Auge auf die Elemente werfen.
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Ein weiteres „altes Schätzchen“ ist die Platte 2×2 in Magenta (3022). Diese war zuletzt 2005 erhältlich.
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Mit dem Bogenfenster 30044 Window 1 x 2 x 2 2/3 with Rounded Top in Dark Bluisch Gray wurde ein weiterer Oldtimer reaktiviert. Zuletzt gab es diese Farbvariante im Jahr 2004.
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Der Türrahmen 60599 (Door Frame 2 x 4 x 6) in reddish brown war bislang nur im Ghostbusters Firehouse Headquarters 75827 erhältlich.
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Und irgendwie finde ich es tröstlich, das fast alles irgendwann einmal wieder kommt. Auch die Farbvarianten die man so schmerzlich für sein Projekt benötigt wird es eines Tages geben. Blöd, wenn man nicht erst ‚eines Tages‘ fertig werden möchte. Aber für fast alles gibt es ein Workaround. Das ist es, was das Bauen mit LEGO-Steinen so schön macht.

Drüber hinaus gibt es vier echte Farbneuheiten in der Box.

  • 18653 Brick, Arch 1 x 3 x 2 Inverted in Dark Blue.
  • 15068 Slope, Curved 2 x 2 No Studs in Grün
  • 50950 Slope, Curved 3 x 1 No Studs in Bright Pink
  • 3001 Brick 2 x 4 in Medium Dark Flesh

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15068_green
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Ohne die nicht bepreisten Teile sowie die neu aufgelegten Teile, die derzeit nur zu „Mondpreisen“ erhältlich sind ergibt sich ein Bricklink-Verkaufspreis von knapp über 50€. Mit den Elementen deren Preise sicher noch fallen werden sind es sogar über 80€. Nicht schlecht.

Kaufempfehlung!

Rarität wird alltäglich

Wie sich bereits im Oktober abzeichnete, werden 2016 zwei Sets erscheinen, in denen ein Fahrrad in Bright Light Orange enthalten ist.

In den vergangenen Monaten wurden über Bricklink sieben dieser Räder verkauft. Zu einem Durchschnittspreis von knapp 75€.

Zur Ehrenrettung der HTF-Händler sei gesagt, dass sich diese Exemplare durch die Felgen mit separaten Reifen (führt zu einer anderen BL-Nummer) und, bei BL nicht unterschieden, durch die gefüllte Noppe auf dem Gepäckträger unterscheiden.

Inzwischen hat das Set 41111 „Partyzug“ den Weg zu mir gefunden. Die UVP beträgt 9,99 €.
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Neben dem Fahrrad sind noch zwei Hamster (bei denen es sich auch um Hundewelpen handeln könnte), sechs Partyhütchen, eine bedruckte Inversfliese, eine bedruckte Einladungskarte sowie das Doppeleckpanel 23969 als Neuheiten enthalten.
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Vor allem auf Grund der Tiere und des Fahrrades wird das Set sicher ein dankbarer Teilespender sein.
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Eine Frage bleibt dennoch offen. Wer soll das Fahrrad fahren? Stephanie passt nicht so recht auf das Rad und bekommt den Lenker nicht zum Fassen. Da muss eine Minifigur „vom alten Schlag“ aushelfen.
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zum halben Preis

Leider nicht auf alles. Immerhin gibt es ab heute, 22.01.2016, die reduzierten Artikel im Sale bei Shop@Home und in den Stores statt mit 30% jetzt mit 50% Nachlass auf den Listenpreis.
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Viel attraktives ist leider nicht mehr übrig. Ein paar Chima-Sets die sich als ergiebige Teile-Spender eignen. Auch eine Duplo-Sets die sich als Mitbringsel eignen sind dabei.

In den jeweiligen Stores wird die Verfügbarkeit der Auslaufprodukte sich evtl. abweichend darstellen.