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We don’t need no education

In der nur bei ausgewählten Händlern erhältlichen „education“-Reihe von LEGO(R) gibt es das „Personal Learning Kit“ 200480. man könnte diese auch als Kleine Technic-Steinebox bezeichnen. Ich habe mein Exemplar beim Elektronic-Versender Conrad für überschaubare 11,90 € zzgl. Versand erworben.
LEGO Set 2000480 - Personal Learning Kit Prime

LEGO Set 2000480 - Personal Learning Kit Prime: Vorderseite

Was mich, abgesehen von Preis und Inhalt sehr freut: Auf der Verpackung ist der Inhalt des Sets zu sehen. In meiner Kindheit war diese Übersicht auf allen Sets zu finden und hat meine damalige Kaufentscheidung wesentlich beeinflusst.
LEGO Set 2000480 - Personal Learning Kit Prime: Rückseite

Der Inhalt ist in drei Beutel verschweißt. Die Frame Plate 11 x 19 liegt lose in der Verpackung.
LEGO Set 2000480 - Personal Learning Kit Prime: Inhalt

Inhalt Beutel 1:
LEGO Set 2000480 - Personal Learning Kit Prime: Beutel 1

Inhalt Beutel 2:
LEGO Set 2000480 - Personal Learning Kit Prime: Beutel 2

Inhalt Beutel 3:
LEGO Set 2000480 - Personal Learning Kit Prime: Beutel 3

Dafür bekommt man 110 Teile in 40 Lots. Besonders sind dabei:
1x 39369 Panel Plate 11 x 19 x 1 in Medium Azure. Bei „Pick-A-Brick“ kostet diese Platte bereits 4,15 €. Bei Bricklink wird diese Platte um 10€ gehandelt.

2x 67491 Technic, Liftarm, Modified Frame Thick 3 x 19 Open Center in Black. Bei „Pick-A-Brick“ kostet der Rahmen bereits 3,22 €. Bei Bricklink wird der Rahmen um 4€ gehandelt.

2x 39794: Technic, Liftarm, Modified Frame Thick 7 x 11 Open Center in Magenta. Bei Bricklink um einen Euro.

2x 64179: Technic, Liftarm, Modified Frame Thick 5 x 7 Open Center in Yellow. Bei Bricklink etwas über einen Euro.

2x 73507 Technic, Liftarm, Modified Perpendicular Holes Thick 1 x 11 in Black.

ja 2x 39789 Technic, Brick 2 x 4 with 3 Axle Holes in Magenta und Blue

sowie eine vollständig orangene Figur (allerdings ohne Haare)

Als Zusatzteile über den angegebenen Set-Inhalt hinaus sind ein Technic Bush in Light Bluish Gray sowie ein schwarzer Verbinder enthalten.

Das Set halte ich für ein interessantes Technic-Ergänzungsset mit einigen sehr brauchbaren und nicht so häufig zu bekommenden Teilen. Bereits mit den ersten drei Positionen wird der günstigste Preis bei Einzelkauf gerissen. Man bekommt somit einiges für sein Geld. Für die 11,90€ aus meiner Sicht eine Überlegung wert. gerne auch mehrfach.

Eine digitale Teileliste gibt es derzeit nur bei Rebrickable.

Babylon Billund

Nach und nach wird die alte „Power Functions“-Antriebstechnik durch ein neueres System abgelöst, dass nicht mehr Infrarot, sondern Bluetooth für die Übertragung zwischen Sender und Empfänger nutzt. Der Titel „Power Functions 2.0“ wird nicht verwendet, statt dessen wird das System unter

We Doo bei der nicht im normalen Handel „Education“-Reihe
Boost im Rahmen der „Creative Toolbox“ 17101
Powered Up beim Batmobil 76112 sowie den neuen Zugsets sowie
Control+ bei den künftigen Technic-Sets

vermarktet.

Es ist zwar schön, dass die Sachen untereinander kompatibel sind. Aber vielleicht wäre es geschickter gewesen, den Produkte unter einem einheitliche Namen zu vermarkten.

Für die nähere Beschäftigung mit dem System ist die Einführung von Werner/Lok24 sehr hilfreich.

Nachtrag vom 03.04.:
Die Sprachverwirrung geht weiter. Im Rahmen der (nicht im normalen Handel erhältlichen) education-Reihe gibt es jetzt ein „Spike“-Set, dass ebenfalls mit den vorgenannten kompatibel sein dürfte. Was kommt da noch auf uns zu?

Kommentar: Spassbremse

Die Computerzeitung c’t hat den LEGO®-Technik Porsche mit 46 km/h im ADAC Technik Zentrum unter vorbildähnlichen Bedingungen gegen die Wand gefahren.

Eine tolle Aktion. Über eine halbe Million Klicks bei Youtube. Unbezahlbares, virales Marketing. Zielgruppengerecht bei „Nerds“ die gerne mal den ein oder anderen Euro für tolles Spielzeug springen lassen.

Doch was hört man vom Hersteller?

Dieser „Fun-Test“ ist ein reiner „Fun-Test“ und bildet entsprechend überhaupt keine Grundlage, um unsere hohen Qualitäts-, Sicherheits- und Produktstandards in irgendeiner Weise zu kritisieren.“

Christoph Offenberg,
PR-Manager Lego GmbH

als Leserbrief in c’t Heft 12/2017, S. 12 veröffentlicht.

Für mich ist im dem Test keinerlei Kritik an der Qualität zu lesen. Ganz im Gegenteil. Das Fahrzeug verhält sich sogar beim Crash ähnlich eines Vorbilds, obwohl bei der Konstruktion bestimmt niemand diese Anforderung im Hinterkopf hat. Trotz Anwendung gröbster Gewalt, sind gerade einmal fünf Teile zerbrochen. Besser kann man doch nicht zeigen, wie hochwertig die Spritzgussteile in Billund gefertigt werden. Wahrscheinlich kann man die benötigten Teile für nicht einmal 3,50€ beim Kundendienst nachbestellen. 1% Schadenssumme bei einem 46 km/h Crash. Beim Vorbild wird man dank der lackierten Stoßfänger trotz des Kaufpreises von über 150.000€ für 1% kaum einen Parkrempler repariert bekommen.

Nicht der Crash-Tests, der nach NCAP mit 0 Sternen hätte bewertet werden müssen hat das Ergebnis verdient. Sondern der Umgang der PR-Profis damit. Nutzt Eure Chance und rettet die Situation. Nicht mal auf Eurer offiziellen Facebook-Seite ist das Video zu sehen. Warum eigentlich nicht?

Ein Klassiker en miniature

853mini_01-1024

Das Lego-Technik Auto-Chassis 853 aus dem Jahr 1977 ist heute ein echter Klassiker, der als 37 Jahre altes Fahrzeug längst mit H-Kennzeichen über unsere Straßen fahren dürfte.

Es gehörte zur ersten Sets der damals völlig neuen Reihe, die mit „Technik wie in Wirklichkeit“ beworben wurde.

Da ich als fast 9-jähriger Knirps genau in der Zielgruppe gehörte, lag das Set bei mir dann auch unter dem Weihnachtsbaum. Damit gehörte ich zu den Privilegierten. Meine Schulkameraden hatten auch recht schnell Technik-Sets, doch mussten sich diese mit kleineren Sets zufrieden geben.

Die Technik-Autos haben mich noch viele Jahre verfolgt. Den Nachfolger 8860 habe ich mir aus selbst verdientem Geld finanziert. Die Vermittlungsprovision für einen Neuwagen. Dieser wurde freilich weiter modifiziert. Und -gegen Einkaufsgutschein- auch in zwei örtlichen Spielwarengeschäften ausgestellt.

Als der Sohnes des Vermieters meiner Studentenbude mit seinem 8865 ankam habe ich zügig meine eigenen Steine aus dem Elternhaus nachgeholt. Und anschließend das Modell technisch verbessert. Das war wohl bisher vor kurzem mein letztes Technik-MOC.

Als es im „Globus-Supermarkt“ den 8880 zu einem deutlich reduzierten Preis gab, konnt eich auch als chronisch klammer Student nicht daran vorbei gehen.

Im AFOL-Dasein bin ich hauptsächlich im City-Segment aktiv.

Der Hinweis auf den „Chibi Micro Contest“ hat mich ermutigt, mal was neues zu probieren. Die Miniaturisierung von Sets finde ich faszinierend, doch bisher fehlte mir dazu die Idee. Doch die kam jetzt zu mir. Der „853“ musste es werden. Ein auf der Arbeitsplatte liegender dünner Liftarm wies mich auch gleich auf den Weg, den ich bei der Umsetzung eingeschlagen habe.

Das Chassis habe ich mit den Liftarmen um die City-Sitze herum gebaut. Die seltenen roten 1×7 haben erst dank Bricklink den Weg zu mir gefunden.

Funktionen des Modells sind

  • der Vierzylinder-Motor mit beweglichen Kolben
  • eine Zweigang–Schaltung
  • eine funktionierende Lenkung
  • längsverstellbare Sitze
  • einer herausklappbare Mittelarmlehne in der Rücksitzbank

Diese Details sind, wenn auch ohne Funktion, in der Miniatur wieder zu erkennen.

853mini_explosionsansicht_02-1024

853mini_02-1024

853mini_oben-1024

853mini_unten-1024

Dem 853 habe ich seine Unzulänglichkeiten längst verziehen. Vor allem die Lenkung, die schon bei vorsichtiger Berührung auseinander gefallen ist. Wir haben es mit Kleben versucht, doch dann traten die Schwachstellen an anderer Stelle hervor.