Ski und Rodel gut mit dem VB 141

Für den Transport von Skiern mit den Ausflugstriebwagen von der Reichsbahn ein entsprechender Anhänger konzipiert, aber nicht realisiert. Mitte der 50er griff die Bundesbahn diese Idee auf und lies ein entsprechendes Fahrzeug bauen. Auch wenn die Anhänger tatsächlich mit den Aussichtstriebwagen VT90 und ET91 zum Einsatz gekommen sind, die größere Zahl diente dem Transport von Fahrrädern und Reisegepäck mit den einmotorigen Schienenbussen VT95.

Hinter dieser Typbezeichnung verbirgt sich ein seltener Anhänger für den einmotorigen Uerdinger Schienenbus VT95. Damit konnten einige Fahrräder oder Gepäck mitgenommen werden, auch wenn der Triebwagen ohne Beiwagen, der über ein Gepäckabteil verfügt, unterwegs war. Nicht einmal Wikipedia hat ein Bild von diesem Fahrzeug.

Das urige Verhikel war zwischen 1952 und 1961 im Einsatz. Lediglich im Raum Passau hielten sich noch zwei Anhänger bis 1968.

Wie so häufig waren die Wege beim Bau des Modells mal wieder ziemlich verquer. Angeregt durch das aktuelle Modell von Feanor001, das widerum stark von Flogo inspiriert ist wollte ich eigentlich einen der beiden aus dem Serien-VT95 umgebauten Indusi-Messwagen nachbauen. Nachdem ich Flogos Modell telweise nachgebaut hatte, viel mir eine Maßskizze des Uerdingers in die Hände. Der Schienenomnibus von Flo ist zwar wunderschön, für einen 1:42-Fetischisten wie mich aber viel zu klein. Also ein Neubeginn, wenn auch weiter unter Verwendung vieler von Flos Ideen. Doch der Triebwagen muss noch auf seine Fertigstellung warten. Im Zuge der weiteren Recherche bin ich auf den Anhänger gestoßen, der als Fingerübung vor dem roten bzw. gelben Blitz entstanden ist. Zumal ich ein Faible für Vorbilder habe, die aus Klemmbausteinen bisher noch nicht realisiert wurden. Ehrensache, dass dem Anhänger auch ein VT95 folgen muss.

Auch wenn ich das Modell aufklappbar gestaltet habe. Fahrräder lassen sich darin leider nicht transportieren. Immerhin passen ein paar Koffer hinein. Und, da der Schienenbus mitunter auch als Ferkeltaxi verspottet wurde, taugt er aucvh als Schweineanhänger. Hier mit Tieren aus chinesischer Produktion.

Es hat mir viel Freude bereitet, dieses Modell zu bauen. Der Grundkorpus stand innerhalb von Minuten und entsprach bereits nahezu dem fertigen Modell. Allerdings gab es eine Vielzahl von Verfeinerungen, die nach und nach durchgeführt wurdem. Lampen, Kupplungsattrape, Standfüße und vor allem die zumindest einseitig zu öffnende Haube. Was mir besonders gefällt: trotz der Funktionen ist das Modell, bis auf die Beschriftung, völlig puristisch gebaut. Ich bin schon gespannt, wie sich der Anhänger fahren wird. Ich fürchte, da wird noch etwas Ballastgewicht erforderlich sein.

Immer eine Überraschung

Das Stöbern bei Bricklink bringt immer wieder Überraschungen. Seltene Teile, Teile die es nicht geben sollte. Shops, bei deren Preise man glaubt, dass diese ausschließlich auf den Dummen warten, der jeden Tag aufstehen soll. Schnäppchen. Und vor allem die ganz normalen Steine, die man so dringend benötigt. manchmal auch in der großen, benötigten Menge.

Immer wieder stößt man auch auf Shops von Leuten die man persönlich kennt. Läden, ganz in der Nachbarschaft, von denen man nichts wusste. Oder auch auf Namen, die man dort nicht vermutet hat. Bei meinem letzten Einkauf bin ich über einen Namen und ein Logo gestoßen, dass ich zwar kenne, bisher aber nicht im Ansatz mit Klemmbausteinen in Verbindung gebracht habe. Obwohl man sich dort bereits 1974 mit der Produktion von Teilen aus ABS beschäftigt hat.

Heute ist die Zender GmbH aus Mülheim-Kärlich als Bricklink-Händler aktiv. In den 70ern bis 90ern kannte man die Firma vor allem als Tuning-Firma, die jährlich einen dicken Katalog herausbrachte. Und dafür gesorgt hat, das so mancher „GTI“ sich heute nicht mehr im Originalzustand befindet.

1.000€ mehr. Dauerhaft. Statt warmer Worte.

In unserem sonntäglichen Anzeigenblatt hat der Träger mehrerer regionaler Krankenhäuser eine ganzseitige Anzeige geschaltet, um seinem Personal Anerkennung zu zollen. Es ist gut, dass deren Einsatz endlich etwas gewürdigt wird. Ich finde die Menschen, die aktuell das Funktionieren unseres Gemeinwesens ermöglichen und dabei intensiven Kontakt mit Menschen haben müssen, haben mehr als warme Worte oder eine einmalige Prämie verdient. Dennoch: Auch von mir ein ganz herzliches Dankeschön für Eure Arbeit und den häufig über sinnvolle Grenzen gehenden Einsatz. Passt auf Euch auf!

Diese Berufe waren ob mäßiger Bezahlung – und oftmals schlechter Arbeitsbedingungen – schon immer wenig attraktiv. Bei den Krankenpflegern und Schwestern beträgt die Verweildauer im Beruf gerade mal 7 1/2 Jahre. Das sollte eigentlich zu denken geben. Hier fände ich es wichtig, neben dem zusätzlichen Geld das Versprechen abzugeben, dass sie sich niemals Gedanken über gesetzliche Arbeitszeitregelungen machen brauchen. Der normale Arbeitstag hat nach acht Stunden ein Ende zu finden. Keine Tricksereien mit Bereitschaftsdiensten oder unbezahlten Überstunden.

Deshalb bin ich gerne bereit, auch wenn steigende Preise, Steuern und Abgaben die Folge sind, künftig mehr zu bezahlen. Einen Vorschlag, der einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Finanzierung habe ich auch. Der Bertelsmann-Stiftung die Gemeinnützigkeit aberkennen. Diese hat vor etwas mehr als einem halben Jahr gefordert, fast zwei Drittel aller Krankenhäuser zu schließen. Das ist aus meiner Sicht nicht gemeinnützig, sondern gemeingefährlich.

Ich bin froh darüber, dass die Politik den Rat von Experten in dieser Angelegenheit wirklich ernst nimmt. Das ist wichtig, den unser Bundesgesundheitsminister ist gelernter Bankkaufmann und der NRW-Gesundheitsminister hat Landmaschinenschlosser gelernt.

In den letzten Wochen und der Zeit davor wurde sicherlich sehr viel falsch gemacht. Ich denke da beispielsweise an die ziemlich desaströse Versorgungslage bei medizinischem Schutzmaterial. Und an die Politiker, denen der Schutz der Industrie wichtiger als der Schutz der eigenen Bevölkerung ist. Das aufzuarbeiten wird sicher später einmal Gegenstand von Untersuchungsausschüssen und Gerichtsprozessen sein. Jetzt hilft uns erstmal nur weiter, die Dinge die aktuell anstehen und noch vor uns liegen möglichst zügig, gewissenhaft und nach besten Wissen umzusetzen. Das fängt für uns „Normalos“ beim Vermeiden von Kontakten und Abstandhalten an.

Toyota Corona Mk2 - 1974

#StayAtHome

Den Bausparvertrag doch nicht kündigen

Leider gibt es seit fast zehn Jahren keine neuen Sets mehr, in denen die Eisenbahnfenster (4033 bzw. 6556) verbaut sind. Das ist schade, denn die abgerundeten Ecken und die bündigen Fensterrahmen der Übersetzfenster tragen erheblich zur gelungenen Optik eines Schienenfahrzeugs bei.

Vor einiger Zeit hatte ich bereits bei Aliexpress einen Händler Rahmen gefunden, der Entsprechendes im Angebot hat. Wenn auch nur in weiß und braun und ohne Scheiben. Immerhin, die braune Farbe gab es beim Original nie in einem Set.

Gerne hätte ich diese Rahmen auch im besonders teuren beige („tan“) gehabt. Diese gab ausschließlich in dem arg kurz geratenen „Emerald Night“ 10194. Doch für diese werden gebraucht rund sieben, neu sogar zehn Euro aufgerufen und bezahlt. Pro Fensterrahmen und ohne Scheibe. Das ist mir bei aller Liebe zu Bausteinen und Eisenbahn doch arg viel.

Inzwischen bin ich diesbezüglich fündig geworden. 11,63€ kosten aktuell zehn Rahmen inklusive Scheiben und Versand. Das passt eher zu meinen Preisvorstellungen. Und der Bausparvertrag bedarf keiner Kündigung.

Sobald die Testbestellung eingetroffen ist, erfolgt ein Update.

Interessanter Laden…

Am Rande des Stonewars-Artikels zu dem Flörsheimer Händler, wieder mal eine tolle Recherche – danke für dieses Werk, las ich in einem der Kommentare von „gobricks“ hinten denen sich wohl ein ziemlich großer Hersteller recht hochwertiger Elemente verbergen soll.
Mittels Online-Übersetzer kommt man mit der Seite klar. Auch ohne Übersetzer kann man in die Suche eine Designnummer eingeben und erhält das entsprechende Teil in den verfügbaren Farben angezeigt.
Leider scheint ein Versand nach Europa nicht vorgesehen zu sein. Da wird man sich wohl eines Dienstleisters bemühen müssen oder Bekannte fragen, ob die nicht Bekannte fragen können…

Bis auf ganz wenige Ausnahmen scheint es dort leider nur Formen zu geben, die es auch beim Original gibt. Eisenbahnfenster haben sie auch nicht im Programm. Dafür ist die Zahl der Varianten meist deutlich größer. Vieles gibt es auch in gülden oder transparent. Sandgrün hat dort übrigens den Farbcode 048.
Mal schauen, wann ich mir eine eigene Meinung zu diesem Anbieter bilden kann. Ganz oben auf meiner Liste stehen die
Brick, Modified 1 x 2 x 1 1/3 with Curved Top (6091) – in transparent.

Blaue Steine

Ein Akteur, der im Markt der alternativen Klemmbausteine mitmischen möchte ist die Firma Bluebrixx® aus dem hessischen Flörsheim. Dabei handelt es sich um keinen kleinen Newcomer oder Startup, sondern um ein Firma mit personellen und örtlichen Überschneidungen des Modellautoversenders „Modell Car World®“. Ob es sich dabei um einen Robin Hood, einen engagierten tüchtigen Geschäftsmann oder jemanden der auch mal über die Bande spielt handelt, kann und will ich nicht bewerten.

Von besonderem Interesse sind für mich die angebotenen Einzelsteine.

Die Auswahl ist groß, aber im Online-Shop kaum sinnvoll zu sortieren. Hier würde ich mir vor allem die Möglichkeiten wünschen
– nach Farben zu sortieren
– nach IDs oder Beschreibungen zu sortieren.
Der wichtigste Filter ist jedoch vorhanden: „nur verfügbare Anzeigen“.

In dem Angebot findet man neben vielem, dass auch aus Billund zum fairen Kurs erhältlich wäre auch einige Elemente in Farbvarianten, die aus Dänemark nicht oder im Zweitmarkt nur zum abstrusen Kurs erhältlich sind. Formen die es von Marktführer nicht gibt, findet man bei Bluebrixx leider derzeit nicht. Aus meiner Sicht wäre ein großes Angebot an beim führenden OEM nicht erhältlichen Elementen eher als ein günstiger Preis geeignet, bislang auf „ihren“ Hersteller fixierte AFOL zum Nachdenken zu bringen.

Im Nordosten von NRW sind übrigens auch von mir begeistert aufgenommenen Mauerecksteine erhältlich.

Als mich die Mail erreichte, dass jetzt neu-dunkelgraue Eisenbahnwindschutzscheibenrahmen (Windscreen 2 x 6 x 2 Train 13760/31592) erhältlich seien, habe ich diese sowie einige weitere Teilepacks mit Farbvarianten, die ich direkt in China so einzeln nicht gefunden habe, geordert.

Die weitere Ablauf war so, wie man es von einem Händler mit langjähriger Erfahrung im eCommerce erwartet. Bestellbestätigung, Versandbenachrichtigung und zügige und gut verpackte Lieferung. Besonders hat mir das Papier als Füllmaterial gefallen. Bei manchen Einkäufen muss man die Ware zwischen Styroporflocken suchen. Nicht nur für die Umwelt ein meist vermeidbares Ärgerniß. Der Versand erfolgt hier übrigens nicht mit der für umfangreiche Diskussionen sorgenden Tochter der französischen Post, sondern mit DHL.

Die Qualität der Steine ist im obersten Bereich der mit bekannten Chinaware. Absolut in Ordnung. Gute Klemmkraft oben, bei einigen Steinen gefühlt eine geringfügiger geringere, aber absolut akzeptable Klemmkraft an der Unterseite. Die Farben passen gut und sind über die Lieferung hin konstant. Das ist aus meiner Sicht sogar deutlich besser als bei der Premiummarke. Die transparenten Steine erscheinen leicht milchig, aber diesbezüglich ist der Marktführern den preiswerteren Anbietern bereits gefolgt.

Eine dänische Scheibe passt prima in den chinesichen Rahmen, sitzt aber etwas locker. In diesem Fall völlig egal. Das dänische Scharnieroberteil sitzt im chinesichen Unterteil etwas straff. Da ich dieses jedoch für nicht bewegliches verwenden möchte kommt mir das an dieser Stelle ganz recht.

Über weitere Nachrichten zur Verfügbarkeit von mir erwarteter Farbvarianten würde ich mich freuen.

die Firma erfüllt mir einen Herzenswunsch

Eines der lange schmerzlich vermissten neueren Teile ist das 1x3x3-Fenster 51239. Bisher war es nur in dem wenig brauchbaren Dark Purple erhältlich. In den 2020er Set 31105 Townhouse Toy Store ist dieses Teil nun auch in tan erhältlich.

Bisher bin ich der Einzige, der dieses Teil auf seiner Bricklink-Wanted-Liste hat.

Auch wenn ich mich sehr über diese neue Farbvariante freue, wird es wohl kaum an mir gelegen haben. Ich werde schauen, dass ich zügig einige davon bekomme. Ein Straßenbahnwagen wartet darauf, dass die selbstgedruckten Rahmen durch ein Originalteil ersetzt werden können.

Hallo Billund, in weiß und rot hätte ich das Teil gerne auch noch. Und 1x4x3-Fenster in orange und sandgrün. Leider wird dieser Ruf wohl ungehört bleiben. Dennoch danke für dieses schöne Weihnachtsgeschenk.

Es ist nicht alles black was glänzt

Nur wenige Monate, nachdem Lebkuchen und anderes weihnachtliches Gebäck seinen Platz in den Supermarktregalen gefunden hat, naht das Weihnachtsfest tatsächlich. Auch wenn es für viele Arbeitskräften unerreichbar ist, so gibt es dennoch viele Berufstätige, die sich über ein 13. Monatsgehalt, „Weihnachtsgeld“ oder eine anderweitige Sonderzahlung freuen können. Die Ende November/Anfang Dezember auf deren Konto bezahlt wird.

Der Handel hat seine Strategien gefunden, dieses Geld möglichst schnell abzugreifen. Und „Black Friady“, Black Week“ und andere finstere Sonderaktionen erdacht. Bisweilen gibt es sogar recht gute Angebote. Meist mehr, als der Geldbeutel zulässt.

Heute hat der Newsletter einer selbst im Ausverkauf stehenden Supermarktkette erreicht. Sagenhafte 270€ soll ich beim Kauf des Liebherr-Baggers sparen. Denn die UVP würde 599,00€ betragen. Dem Kundigen stechen sofort die fehlenden 99 cent auf, mit denen die UVP der Produkte aus Billund stets enden. Beim Nachschlagen auf der Herstellerseite stehen dann auch 449,99 €. Die Ersparnis liegt somit 120,99€ niedriger als versprochen.

Eigentlich ist der aufgerufene Preis vergleichsweise günstig. Daher vermute ich hier wirklich einen Recherchefehler und keine böse Absicht. Dennoch tut man gut daran, im Rabatttaumel stets zu überlegen, ob man das gepriesene Produkt wirklich besitzen möchte und ob der günstige Preis wirklich ein solcher ist.

Da dieser Bagger noch nicht in Preisregionen angekommen ist, zu denen ich schwach werden würde bleibt er im Regal stehen. Und wenn er irgendwann einmal ausgelaufen ist, bin ich auch nicht traurig darüber.

Q-Parts – made in China

Im fernen Osten gibt es mitunter Teile, die aus Dänemark weder für Geld noch gute Worte erhältlich sind. Neben Elementen in ganz neuen Formen gibt es – erstaunlicherweise relativ selten – auch Elemente in Farben, die beim Originalhersteller nicht zu bekommen sind.
Übrigens erfreuen sich auch die alten Scharniere 4275/4276 in Asien größerer Beliebtheit, so dass diese Teile beispielsweise auch in den aktuellen Grautönen nahekommenden Farben erhältlich sind.

Bei Bricklink tauchen immer wieder Teile auf, die in der jeweiligen Farbe in keinem Set vorkommen. Eine Quelle für solche Teile ist die „Fabrik“ im Legoland Deutschland. Für manche der dort ausgestellten Modelle werden schon mal Teile in Sonderfarben produziert. Die nicht benötigten Reste werden dann in der Fabrik verkauft. Durch die dort einkaufenden Händler gelangen diese dann in den Handel. Andere gehen, in vermutlich etwas romantischer Vorstellung der Produktionsabläufe, davon aus, dass solche Teile in einer einsamen Nachtschicht entstehen und in der Aktentasche aus dem Werk geschmuggelt werden.

Da diese Teile, sofern überhaupt erhältlich, ein vielfaches der regulären Varianten kosten schrecke ich davor zurück solche Teile zu verbauen. Die Hemmschwelle, statt dessen Teile aus fremden Werkhallen einzusetzen ist für mich niedriger als bei Teilen mit guter Verfügbarkeit.

Der andere Lanz: Hela D 24

Derzeit entsteht bei mir eine Szenerie nach oberschwäbischem Vorbild. Wie es sich für eine Gegend mit viel Landwirtschaft gehört, braucht es dazu auch einen Schlepper. Und zwar einen aus heimischer Produktion. Zwischen 1936 und 1979 wurden bei Hermann Lanz Aulendorf, kurz HELA, Traktoren gebaut. Insgesamt knapp über 30.000 Exemplare entstanden. Nach Verkauf und Konkurs wurde die Fertigung, zuletzt Baumaschinen und Friedhofsbagger, 1991 ganz eingestellt und die Fabrikgebäude abgerissen. Heute erinnert nur noch die „Hermann-Lanz-Straße“ an die frühere Produktionsstätte. Da ich Teile meiner Jugend im Landkreis des Herstellers verbracht habe, war diese Marke sehr präsent.

Mit dem Mannheimer Lanz, der vor allem für seine wuchtigen Einzylinder bekannt ist und heute zu John Deere gehört hat HELA nichts zu tun.

Ich habe mich für das zwischen 1953 und 1961 gebaute Modell D24 entschieden. Dieses konnte entweder mit über die Jahre hinweg mit verschiedenen 22-30 PS starken Motoren geordert werden. Zur Auswahl standen wassergekühlte Aggregate aus eigener Produktion oder ein luftgekühlter Motor von MWM.

Das Modell konnte ausschließlich unter Verwendung von dänischen Bausteinen gebaut werden. lediglich für die 1×1 Clips 6019/61252 musste auf sündhaft teure Q-Parts zurückgegriffen werden. Als Zugeständnis an die überraschend schlechte Verfügbarkeit grüner Teile entstand ein relativ fragiles Modell.

Den maßstäblich gehaltenen Schlepper für mittlere landwirtschaftliche Betriebe erscheint relativ klein. Vielleicht liegt es auch daran, dass im Vergleich zu einem Schlüter Profi Trac 5000 TVL alles klein erscheint. Meine Agria ist gegen den Hela wiederum ein Winzling.