Archiv der Kategorie: Allgemein

ab 27.07.2015: Bau- und Sortierbrett bei Aldi-Süd

Ab Montag, den 27.07.2015 gibt es für alle, die nicht nur MISB-Sets sammeln, sondern ihre Steine auch sortieren oder damit bauen ein nützliches Angebot bei Aldi-Süd.

In dem „EASY HOME® Maxi-Stapelboxen-Set, 4-teilig“ ist neben zweier Boxen mit 15 Liter Fassungsvermögen und einer mit 80 Litern auch ein Teil enthalten, dass als „Zwischenboden“ bezeichnet wird.

Dieser „Zwischenboden“ ist mit fast 60×40 cm ausreichend groß um darin einen Bauabschnittsbeutel zu sortieren. Durch den hochgezogenen Rand fällt kein Teil schnell herunter. Anders als vom Bautisch. Daher verwende ich dieses Teil gerne sowohl zum Bauen, als auch zum Sortieren.

Die Boxen scheinen von Rival zu stammen.Dort wird sie als „Eurobox Maxi mit Deckel ‚Easy‘ und zusätzlichem versenkbaren Zwischenboden“ bezeichnet.

Sommerschlussverkauf

sale
Sommerschlussverkauf war früher eine strikt regulierte Angelegenheit. Zeitraum (letzten Juliwoche und erste Augustwoche) und Umfang der Waren, die reduziert werden dürfen (Textilien) waren streng limitiert. Erst 2004 wurden diese Regelungen ersatzlos aufgehoben.

Heute heiß das neudeutsch „Sale“. Was meine Kinder im Erstlesealter sehr irritiert hat, denn diese Marke wurde überall beworben, war aber nirgends erhältlich.

Seit heute ist in den LEGO®-Store und im Online-Shop „Sale“. Auslaufende Sets, vor allem aus den Reihen Ultra Agents sowie THE LEGO® MOVIE™ die im ab Juli gültigen Katalog nicht mehr enthalten sind wurden sind um 30% reduziert.

Mein persönlicher Tipp ist der Visitenkartenhalter 850425, der nicht nur mit Buchstaben bedruckte 1×1-Fliesen, sondern auch eine mit Logo bedruckte 2×2-Fliese enthält. Bei Bricklink werden aktuell über 28€ für die Einzelteile bezahlt. Der auf 9,09€ reduzierte Kaufpreis ist mit dieser Fliese sowie den enthaltenen Buchstabenfliesen für A (3), E (3), I (2), O (2), N (2), S(2) und U (1) erreicht. Die restlichen 145 Teile und zwei Figuren sind dann quasi geschenkt.

In einigen Wochen wird es die verbliebenen Sets erfahrungsgemäß zur halben UVP geben. Es ist immer ein gewisses Zockerspiel was man wann am besten kauft. Die attraktivsten Sets waren bereits im Laufe des heutigen Tages ausverkauft. Wobei die Verfügbarkeit Online und in den einzelnen Stores abweichen kann.

Absolut genial

Zu einem richtigen Familientreffen hat sich die von der Familie Vorst mit SwissLUG und MBFR veranstaltete Ausstellung „Absolut Steinchen“ in Sankt Augustin entwickelt. In diesem Jahr fand die Ausstellung am 06./07.07.2015 statt.

Im vergangenen Jahr war es bereits überwältigend. Diesmal war es genial. Für mich standen neben den vielen tollen bekannten und neuen Modellen vor allem das Wiedersehen alter und das Kennenlernen von bisher nur „virtuell“ Bekannten aus der eigenen LUG sowie gänzlich neuer Bekannter aus anderen LUGs im Vordergrund.

Neben meiner Straßenzeile, die um einige Gebäude und Fahrzeuge gewachsen ist, war ich diesmal erstmalig mit einem Morast-Modul vertreten. In der kleinstmöglichen Größe 8 x 128 Noppen. Auch Horten nebst originaler Kachel hatte ich mitgebracht.
morast-modul-01 horten-mit-kachel
Das 18,90m x 4,15m große Morastmodul – mit hohen Bergen und tiefen Tälern, die über lange Gleiswedeln befahren werden konnten hat einen neuen Rekord aufgestellt. Mit 15 Modulbetreibermodulen wurde eine befahrbare Schienenlänge von 273,372m zusammengetragen. Hinzu kamen noch weitere Monorailstrecken auf anderen Anlagen.
morast_273m marions_looping
Marions Looping war ein besonderer Hingucker, der erstmals live präsentiert wurde.

Für die jugendlichen Ausstellungsbesucher hatte Zypper einen speziellen Schiebezug gebaut. Nachdem die letzten samstäglichen Besucher die Ausstellung verlassen habe, hat er versucht, wie weit der Zug nach Gleisende weiter rollt. Das tat er auf Grund des langen Achsstandes ziemlich gut. Auf Grund dieser Erfolge wuchs der Mut. Kann eine Monorail auch Fliegen? Sie kann es. Und wie! Nach einigen bestens verlaufenen Probeflügen stiegen Laune und Mut weiter. Schließlich legten sich Zyppers Ingenieure nebst weiterer Schaulustiger unter die fliegende Monorail.

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Filme vom Morast-Modul hat Dirk1313 erstellt und veröffentlicht. Einschließlich einer Mitfahrt mit seinem eigens gebauten Kamerawagen.

Viele Bilder von der Veranstaltung sind hier verlinkt.

Danke an alle, die durch ihre tatkräftige Unterstützung zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben. Bis nächstes Jahr!

Post im Wald

Gestern hat mich eine Pressemitteilung der hiesigen Polizei interessiert.

In einem Waldparkplatz wurden Müllsäcke mit nicht zugestellter Post gefunden. Wie der WDR geschrieben hat, handelt es sich dabei um einen privaten Briefzustelldienst.

Warum ich darüber schreibe? Ich fühlte mich auch betroffen.

Ich hab jede Menge Bestellungen bei Bricklink aus der halben Welt. Auch die unversicherten Sendungen haben mich alle erreicht. Eine Sendung lag ziemlich lange beim Zoll, ist dann aber angekommen.

Eine unschöne Häufung gibt es dennoch. Von meinen Betsellungen aus den Niederlanden sind 4 Bestellungen bei mir nie angekommen. Die Verkäufer aus unterschiedlichen Provinzen haben allesamt glaubhaft versichert, dass sie die Sendungen aufgegeben haben.

Die Sendungen aus den Niederlanden an mich werden scheinbar nicht mit der deutschen Post, sondern mit einem privaten Postdienstunternehmen zugestellt. Welches das ist? Keine Ahnung. Bei Postcon, als mit der niederländischen Post verbandeltem Unternehmen, hat man mir auf Mailanfrage erklärt nichts mit der Zustellung in meiner Gemeinde zu tun zu haben.

Da die Absender alle aus einer unterschiedlichen Ecke der Niederlande gekommen sind, vermute ich das die Probleme eher auf der deutschen Seite liegen. Mehr als eine Vermutung habe ich nicht.

Die niederländische Post kann ich nicht erreichen. Deren Website akzeptiert nur niederländische Adressen. Eine richtige Mailadresse geht nicht. Daher kann ich dort auch meinen Verdacht nicht äußern. Die Absender könnten einen Nachforschungsauftrag stellen. Aber dafür ist die Sache auch schon zu lange her.

Mit der Zuständigen Stelle der Polizei habe ich telefoniert. Die Sendungen waren für Empfänger aus einer Nachbargemeinde besttimmt. Vielleicht findet sich der Postsack ja auch mal irgendwann im Wald. ABS verrottet wenigstens nicht so schnell wie Papier.

Tut mir leid, liebe Bricklink-Händler aus den Niederlanden. Ihr habt zwar ein sehr verlockendes Angebot. Dennoch Ich werde nichts mehr bei euch kaufen. Versicherter Versand macht die Angelegenhteit bei den Mengen die ich kaufe meist unwirtschaftlich. Wenn ich lese, das mein Postsack gefunden wurde, starte ich einen neuen Versuch. Versprochen.

Auferstanden aus Ruinen? Kommt neue Monorail in 2015?

Die Gerüchteküche brodelte schon eine ganze Weile. Es würde an einer zum alten System kompatiblen Monorail gearbeitet. So richtig glauben wollte ich das nicht.

Am Heiligabend hat grovebricks dieses Gerücht erstmalig niedergeschrieben. Und kennt sogar die mutmaßliche Setnummer: „LEGO City 60098 Metro MDP“.

Brickset weiß nichts zu dem Set, bietet aber den Hinweis „Theme group: Modern day“. Das könnte was mit der Abkürzung „MDP“ zu tun haben.

Für den August ist übrigens ein Promo-Set „City Space Car“ durchgesickert. (der Beitrag bei eurobricks ist inzwischen editiert).

Als Monorail-Bauer wünsche ich mir das an diesen Gerüchten etwas dran ist. Und freuen würde es mich auch. Auch wenn dann die Exklusivität verloren ginge.

Nachtrag: Inzwischen ist auch die Setbezeichnung „Heavy Haul Train“ im Umlauf. Eine Bildersuche liefert nach „Heavy Haul“ lauter Schwertransporter. Das passt für mich nicht so recht nach einer Monorail.

Nachtrag 2: Das Set ist inzwischen erhältlich. Wenn auch keine Monorail, so handelt es sich immerhin um ein Zugset. Ein Güterzug mit schönen Wagen, Kran und hohem Spielwert. Das hat auch was. Und auf Gerüchte werde ich erst mal nicht mehr viel geben.

das gehört so

In den Vorweihnachtstagen wurde mir ein Päckchen nicht vom Stammzusteller eines Paketdienstes, sondern von dessen Aushilfe gebracht.

Das Klappern im Paket hatte ihn sichtlich beunruhigt. Bei der Übergabe an meine Frau fragte er besorgt, ob mit dem Inhalt alles in Ordnung sei. Sie lachte nur und meine „das gehört so“.

Ein Klassiker en miniature

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Das Lego-Technik Auto-Chassis 853 aus dem Jahr 1977 ist heute ein echter Klassiker, der als 37 Jahre altes Fahrzeug längst mit H-Kennzeichen über unsere Straßen fahren dürfte.

Es gehörte zur ersten Sets der damals völlig neuen Reihe, die mit „Technik wie in Wirklichkeit“ beworben wurde.

Da ich als fast 9-jähriger Knirps genau in der Zielgruppe gehörte, lag das Set bei mir dann auch unter dem Weihnachtsbaum. Damit gehörte ich zu den Privilegierten. Meine Schulkameraden hatten auch recht schnell Technik-Sets, doch mussten sich diese mit kleineren Sets zufrieden geben.

Die Technik-Autos haben mich noch viele Jahre verfolgt. Den Nachfolger 8860 habe ich mir aus selbst verdientem Geld finanziert. Die Vermittlungsprovision für einen Neuwagen. Dieser wurde freilich weiter modifiziert. Und -gegen Einkaufsgutschein- auch in zwei örtlichen Spielwarengeschäften ausgestellt.

Als der Sohnes des Vermieters meiner Studentenbude mit seinem 8865 ankam habe ich zügig meine eigenen Steine aus dem Elternhaus nachgeholt. Und anschließend das Modell technisch verbessert. Das war wohl bisher vor kurzem mein letztes Technik-MOC.

Als es im „Globus-Supermarkt“ den 8880 zu einem deutlich reduzierten Preis gab, konnt eich auch als chronisch klammer Student nicht daran vorbei gehen.

Im AFOL-Dasein bin ich hauptsächlich im City-Segment aktiv.

Der Hinweis auf den „Chibi Micro Contest“ hat mich ermutigt, mal was neues zu probieren. Die Miniaturisierung von Sets finde ich faszinierend, doch bisher fehlte mir dazu die Idee. Doch die kam jetzt zu mir. Der „853“ musste es werden. Ein auf der Arbeitsplatte liegender dünner Liftarm wies mich auch gleich auf den Weg, den ich bei der Umsetzung eingeschlagen habe.

Das Chassis habe ich mit den Liftarmen um die City-Sitze herum gebaut. Die seltenen roten 1×7 haben erst dank Bricklink den Weg zu mir gefunden.

Funktionen des Modells sind

  • der Vierzylinder-Motor mit beweglichen Kolben
  • eine Zweigang–Schaltung
  • eine funktionierende Lenkung
  • längsverstellbare Sitze
  • einer herausklappbare Mittelarmlehne in der Rücksitzbank

Diese Details sind, wenn auch ohne Funktion, in der Miniatur wieder zu erkennen.

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Dem 853 habe ich seine Unzulänglichkeiten längst verziehen. Vor allem die Lenkung, die schon bei vorsichtiger Berührung auseinander gefallen ist. Wir haben es mit Kleben versucht, doch dann traten die Schwachstellen an anderer Stelle hervor.

Neue Bautechniken nur durch neue Elemente?

Eine der häufigen Aussagen der „Früher war alles Besser“-Fraktion, neben „Damals gab es nur Basics“ ist, dass die heute anzutreffenden Bautechniken erst durch die ganzen neuen Elemente möglich geworden seien.

Angeregt wurde dieser Beitrag durch eine Diskussion mit Steffen (Nick: Asper) auf der diesjährigen Fanwelt in Köln. Steffen hat mir einige Beispiele für solche fälschlich als nur mit neuen Elementen zu realisierende Bautechniken präsentiert.

asper_mit_snotelementen

Der Lampenstein, eines der wichtigsten Elemente der Snotter, feiert im kommenden Jahr seinen 35. Geburtstag. Er ist seit 1980 im LEGO®-Programm anzutreffen.
lampenstein

Dadurch, dass der Lampenstein über der Fläche einer 1×1 Platte nicht 2,5 Plattenstärken, sondern nur zwei Plattenstärken hoch ist, lässt sich dieser wunderbar „verkehrt“ einbauen. Snotten (Studs Not On Top) nennt sich diese Bautechnik.
lampenstein_snot

Eine umfassende Würdigung des Lampenstein findet sich auf der Website von Holger Matthes.

Noch älter ist das „AZMEP„, das Aus-Zwei-Mach-Eins-Plättchen, mit dem sich ein Versatz um eine halbe Noppe erreichen lässt. Dieses ist seit 1978 im Programm.

azmep

Steffens Beispiele

asper_mit_snotelementen2

Die Lampensteine lassen sich nahtlos zusammenbauen. Damit lassen sich auch Muster erzeugen.
lampenstein_4x4

Hier das Erzeugen von Stufen mit einer halben Plattenhöhe:
lampenstein_halbe-plattenhoehe

Mit nicht mehr neu erhältlichen Elementen lässt sich das Bauen von Elementen mit beidseitgen Noppen realisieren. Mit den beiden alten Gelenkplatten 4275 und 4276 aus dem Jahr 1981.
entgegengesetzte_noppen

Der Motor war das Internet, nicht die Elemente

Meine These ist, dass sich zum einen die Techniken durch Foren wie 1000steine.de, Seiten wie brickshelf oder auch Social Media wie Flickr, exemplarisch dort die Gruppe LEGO Techniques viel schneller als früher verbreiten.

Zudem hat sich die Verfügbarkeit der Steine durch das Internet und die dort zu findenden Verkaufsplattformen erheblich verbessert.

Große MOCs waren früher unbezahlbar

Für einen größeren Baum werden rund 100 Blätter benötigt. Ich hatte drei davon auf meinem Fanwelt-Exponat stehen. Diese Blätter sind seit 1987 im Programm. Doch damals gab es die Blätter nur in dem Set 6066 Camouflaged Outpost. 8 Stück waren darin enthalten. Einzelteile gab es nur wenige in den „Service Packs“ als „Bückeware“ im gut sortierten Spielwarenhandel zu kaufen. Die Blätter waren nicht dabei. Man hätte 13 Sets kaufen müssen um die Einzelteile zusammen zu bekommen. Zu 37,98 DM das Stück. Macht 493,74 DM für 104 Blätter und viele andere Teile. Mit viel Glück konnte man sicher das ein oder andere Gesuchte Teil günstig auf dem Flohmarkt erstehen. Aber bestimmt nicht in der benötigten Menge. Vielleicht gab es auch den ein oder anderen Händler in der Seitenstraße einer Großstadt der schon damals einzelne Steine verkauft hat. Von dessen Existenz hätte ich allenfalls per Mund-zu-Mund-Propaganda erfahren.

Heute gibt es die Blätter unter den rund 1.500 Positionen bei Pick-A-Brick oder bei Bricklink. Die Beschaffung der Elemente ist kein Problem. Bei PaB das Blatt zu 15 cent. Macht 15 € plus Porto statt früher fast 500 DM.

Die leichte Verfügbarkeit der Teile in fast jeder Menge und verfügbaren Farbe macht die MOCs von heute erst möglich.