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Rarität wird alltäglich

Wie sich bereits im Oktober abzeichnete, werden 2016 zwei Sets erscheinen, in denen ein Fahrrad in Bright Light Orange enthalten ist.

In den vergangenen Monaten wurden über Bricklink sieben dieser Räder verkauft. Zu einem Durchschnittspreis von knapp 75€.

Zur Ehrenrettung der HTF-Händler sei gesagt, dass sich diese Exemplare durch die Felgen mit separaten Reifen (führt zu einer anderen BL-Nummer) und, bei BL nicht unterschieden, durch die gefüllte Noppe auf dem Gepäckträger unterscheiden.

Inzwischen hat das Set 41111 „Partyzug“ den Weg zu mir gefunden. Die UVP beträgt 9,99 €.
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Neben dem Fahrrad sind noch zwei Hamster (bei denen es sich auch um Hundewelpen handeln könnte), sechs Partyhütchen, eine bedruckte Inversfliese, eine bedruckte Einladungskarte sowie das Doppeleckpanel 23969 als Neuheiten enthalten.
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Vor allem auf Grund der Tiere und des Fahrrades wird das Set sicher ein dankbarer Teilespender sein.
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Eine Frage bleibt dennoch offen. Wer soll das Fahrrad fahren? Stephanie passt nicht so recht auf das Rad und bekommt den Lenker nicht zum Fassen. Da muss eine Minifigur „vom alten Schlag“ aushelfen.
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Neue Dimensionen

Die neue Dimensions-Reihe, die 6. Serie der Mixels sowie die Haloween-Minifiguren haben uns im Oktober wieder neue Teile beschert.

Brickset hat eine Auflistung der neuen Elemente aus den im Oktober erschienenen Sets.

Aus meiner Sicht interessant sind:
47905 Brick, Modified 1 x 1 with Studs on 2 Sides in Sand Green

4533 Slope 33 3 x 3 Double Convex in Dark Blue

95344 Container, Bucket 1 x 1 x 1 Handle / Scooter Stand in Black

85861 Plate, Round 1 x 1 with Open Stud in Sand Green

15712 Tile, Modified 1 x 1 with Clip – Rounded Edges in Sand Green

15573 Plate, Modified 1 x 2 with 1 Stud with Groove and Bottom Stud Holder (Jumper) in Bright Light Orange

61409 Container, Cupboard 2 x 3 x 2 Door in Light Bluish Gray

6541 Technic, Brick 1 x 1 with Hole in Lime

21445 Plate, Modified 1 x 2 with Wheel Holder in Black

6125569 Plate, Modified 1 x 2 with Wheel Holder in Light Bluish Gray

Nachtrag: ein paar Teile mehr gibt es dank der Mixels.

Die große Unbekannte

Dieses Jahr hat die Umbenennung der Bauelemente-Boxen in „Classic“ mit sich gebracht. Das Angebot der Steineboxen ist groß, der Inhalt vielfältig und brauchbar.
Der Sonderangebots-Prospekt der Supermarktkette real hat einen weiteren Vertreter dieser Reihe gebracht. Die XXL-Box 10697. 1500 Steine. UVP 59,99 €. Im Sonderangebot kostet sie 39,95€. Mit nicht mal 3 ct pro Stein (Angebotspreis) gehört das Set damit zu den absoluten Schnäppchen.
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Bei Bricklink wurden die Teile des Sets (soweit verfügbar) für über 130 € verkauft (gewichteter Mittelwert). Das ist ein den Classic-Teileboxen entsprechendes günstiges Verhältnis. Bei einem Gewicht von fast 1,9 kg liegt der Preis etwa auf dem Doppelten des derzeit bei ebay für Kiloware zu bezahlenden. Wobei Kiloware häufig weniger vielfältig ist. Und selten zumindest neuwertig.
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Die Box ist von den neun nach Farbgruppen sortierten Beuteln, der lose beiligenden 16×16-Platte und dem Anleitungsheft ordentlich ausgefüllt. Hier ist der Inhalt durch den Transport etwas zusammengesackt.

Das besondere an dieser Box. Sie ist bisher in keiner Teile-Datenbank gelistet. Nicht einmal bei LEGO® selbst. Vorab wurden keine confidential-Fotos geleakt und in den einschlägigen Foren gab es keine Diskussionen.

Immerhin 8 verschiedene Elemente waren vorher in noch keinem Set verfügbar:

  • 3003 Brick 2 x 2 in Lavender
  • 3009 Brick 1 x 6 in Medium Lavender
  • 3010 Brick 1 x 4 in Medium Lavender
  • 3626b Minifig, Head (Plain) – Blocked Open Stud in Tan
  • 3666 Plate 1 x 6 in Magenta
  • 4162 Tile 1 x 8 in Magenta
  • 30145 Brick 2 x 2 x 3 in Bright Light Yellow
  • 92593 Plate, Modified 1 x 4 with 2 Studs in Magenta

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Ich empfinde die Mischung der Teile als sehr ausgewogen. 122 verschiedene Elemente. Insgesamt sind 900 der 1500 Elemente normale Basic-Steine. Bei 144 Elementen handelt es sich um normale Platten. Es werden Elemente in 38 verschiedene Farben geliefert. Darunter auch viele nicht so häufig anzutreffende Töne wie

  • Bright Light Yellow
  • Dark Green
  • Dark Orange
  • Dark Red
  • Light Aqua
  • Yellowish Green

Mein Fazit der Box. Damit kann man nichts verkehrt machen. Zum Schnäppchenpreis sowieso nicht.

Mein persönlicher Tipp: Die Vorgänger der Box gabt es mehrfach im Jahr im real als Sonderangebot. Manchmal sogar zeitgleich mit einer 10% oder 20%-Aktion für alle Lego-Sets. Vor Weihnachten gab zur Box noch kostenlos eine 32×32-Bauplatte dazu. Sollten sich diese Gelegenheiten auch in diesem Jahr ergeben, lohnt sich der Kauf noch mehr.

Die Box eignet sich hervorragend, um homogen einen Steinevorrat zu erweitern. Um keine falschen Erwartungen zu wecken. Große Mengen eines einzelnen Elements oder auch nur einer Farbe sind nicht enthalten. Ein Kind, das mit der Box die Erwartung verbindet, ein größeres Bauwerk in einheitlicher Farbgebung bauen zu können wird vielleicht enttäuscht sein. Der normale AFOL wird auch mehrere der Boxen gebrauchen können. Denn Steine hat man nie genug. Und so günstig wie mit diesem Set gibt es sie selten.

Was mir besonders gefällt: Das Set enthält auch zahlreiche SNOT-Konverter und Jumper, um den Nachwuchs an „erwachsene Bautechniken“ heranzuführen.

Nachtrag: Inzwischen ist das Set bei Brickset und Bricklink zu finden.

Alles neu macht der Mai

In diesem Monat sind vor die Simpsons™ mit dem Kwik-E-Mart und deren zweiter Minifiguren-Serie Lieferanten für neue Teile. Aber auch Jurassic World sind nicht nur Dinosaurierknochen zu verdanken.

Da es sich bei beiden um Lizenzserien handelt, ist die Zahl der bei LEGO® direkt verfügbaren Teile diesmal sehr übersichtlich geraten.

Eine Übersicht aller neuen Teile findet sich bei Brickset.

Da ich ohnehin einen Tante-Emma-Laden komplettieren möchte, werde ich wohl um die Anschaffung des E-Mart nicht herum kommen. Auch wenn ich die Trickfilmserie nicht mag. Ein lohnender Teilespender ist das Set mit seinen über 2000 Teilen allemal. Vor allem als Fan von Dark Orange und Sand Blue wie mich.

Farbänderung!

Den älteren AFOLs läuft es noch immer kalt den Nacken herunter, wenn sie dieses Wort hören.

Zum Jahr 2004 wurden das althergebrachten hellgrau, dunkelgrau und braun durch einen anderen Farbton ersetzt.

Um es vorwegzunehmen. So dramatisch wie einst ist die diesjährige Farbüberraschung nicht. Oder doch? Die liebgewonnene Grundplatte 32×32 gab es seit vielen Jahren in grün und blau zu kaufen.

Seit Anfang des Jahres haben die Platten eine neue Artikelnummer und eine Verpackung erhalten. Eine, die auch im Regal aufgehängt werden kann. Das wird sicher vielen Geschäften entgegenkommen. Erst als die Platten in den Regalen hing, wurde vielen bewusst, dass nicht nur blau durch tan ersetzt wurde, sondern statt des „normalen grün“, das LEGO als „dark green“ bezeichnet durch hellgrün erstezt wurde. LEGO spricht von „bright green“.
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Natürlich habe ich noch ein paar Panikkäufe getätigt. Sicher werde ich die neuen Platten bevorzugt erst mal dort verbauen, wo man es, da vollständig überbaut, nicht sieht. Und wenn ich bis dahin nicht dem Altersstarrsinn verfallen bin, als Mitvierziger habe ich hoffentlich noch etwas Zeit bis dahin, werde ich mich irgendwann auch mit den neuen Farben versöhnen.

Eine Bitte noch nach Billund. Wenn ich beim Kundendienst das Element 3811 auswähle, kann ich die grüne und blaue Platte mit Verweis auf die nicht mehr erhältlichen „Sets“ nicht auswählen.

Die Platten sind übrigens beide noch im Lieferprogramm, wenn auch nur in weniger prominenten Sets außerhalb des üblichen Einzelhandelssortiment.

Im Set 9286 des Education-Programm sind beide Platten enthalten.

Die grüne Platte ist im SeriousPlay-Set 2000430 enthalten. Vielleicht schafft man es ja, beide künftig über den Kundendienst verfügbar zu machen und so die Wogen zu glätten.

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Beim Thema Bauplatten muss ich an die grandiose Besprechung der blauen Platte von Jaystepher denken. Diese möchte ich Euch nicht vorenthalten.
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Jay hat bei Youtube neben Besprechungen anderer, umfangreicherer Sets auch hilfreiche Tutorien eingestellt.

Mehr kostet manchmal weniger

Durch das Bobbycar von Michael Jasper bin ich auf die Space Shuttle-Reifen aufmerksam geworden, die ich inzwischen selbst gerne verbaue. Zuletzt für meinen Peel.

Das „Tire Smooth Small with White Hollow Fixed Center (Space Shuttle Wheel)“ 6230.

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Das Angebot ist nicht wirklich groß. Und die geforderten Preise sind mit durchschnittlich 40 Cent selbstbewusst.

Doch es gibt eine interessante Methode, Geld zu sparen. Statt des einzelnen Rad den Achshalter mit zwei Rädfern kaufen. Das ist dann in der Rubrik „Aircraft“ als „Plate, Modified 2 x 2 Thin with Dual Wheels Holder – Solid Pins with Space Shuttle Wheels“ bb164c01 zu finden. Das Angebot ist deutlich größer. Und mit durchschnittlich 21 cent für zwei Räder zudem sogar absolut günstiger als der Einzelkauf.
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Nachtrag: Die zusammengebauten Räder sind inzwischen unter bb0164c01 zu finden.

Post im Wald

Gestern hat mich eine Pressemitteilung der hiesigen Polizei interessiert.

In einem Waldparkplatz wurden Müllsäcke mit nicht zugestellter Post gefunden. Wie der WDR geschrieben hat, handelt es sich dabei um einen privaten Briefzustelldienst.

Warum ich darüber schreibe? Ich fühlte mich auch betroffen.

Ich hab jede Menge Bestellungen bei Bricklink aus der halben Welt. Auch die unversicherten Sendungen haben mich alle erreicht. Eine Sendung lag ziemlich lange beim Zoll, ist dann aber angekommen.

Eine unschöne Häufung gibt es dennoch. Von meinen Betsellungen aus den Niederlanden sind 4 Bestellungen bei mir nie angekommen. Die Verkäufer aus unterschiedlichen Provinzen haben allesamt glaubhaft versichert, dass sie die Sendungen aufgegeben haben.

Die Sendungen aus den Niederlanden an mich werden scheinbar nicht mit der deutschen Post, sondern mit einem privaten Postdienstunternehmen zugestellt. Welches das ist? Keine Ahnung. Bei Postcon, als mit der niederländischen Post verbandeltem Unternehmen, hat man mir auf Mailanfrage erklärt nichts mit der Zustellung in meiner Gemeinde zu tun zu haben.

Da die Absender alle aus einer unterschiedlichen Ecke der Niederlande gekommen sind, vermute ich das die Probleme eher auf der deutschen Seite liegen. Mehr als eine Vermutung habe ich nicht.

Die niederländische Post kann ich nicht erreichen. Deren Website akzeptiert nur niederländische Adressen. Eine richtige Mailadresse geht nicht. Daher kann ich dort auch meinen Verdacht nicht äußern. Die Absender könnten einen Nachforschungsauftrag stellen. Aber dafür ist die Sache auch schon zu lange her.

Mit der Zuständigen Stelle der Polizei habe ich telefoniert. Die Sendungen waren für Empfänger aus einer Nachbargemeinde besttimmt. Vielleicht findet sich der Postsack ja auch mal irgendwann im Wald. ABS verrottet wenigstens nicht so schnell wie Papier.

Tut mir leid, liebe Bricklink-Händler aus den Niederlanden. Ihr habt zwar ein sehr verlockendes Angebot. Dennoch Ich werde nichts mehr bei euch kaufen. Versicherter Versand macht die Angelegenhteit bei den Mengen die ich kaufe meist unwirtschaftlich. Wenn ich lese, das mein Postsack gefunden wurde, starte ich einen neuen Versuch. Versprochen.

Neue Bautechniken nur durch neue Elemente?

Eine der häufigen Aussagen der „Früher war alles Besser“-Fraktion, neben „Damals gab es nur Basics“ ist, dass die heute anzutreffenden Bautechniken erst durch die ganzen neuen Elemente möglich geworden seien.

Angeregt wurde dieser Beitrag durch eine Diskussion mit Steffen (Nick: Asper) auf der diesjährigen Fanwelt in Köln. Steffen hat mir einige Beispiele für solche fälschlich als nur mit neuen Elementen zu realisierende Bautechniken präsentiert.

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Der Lampenstein, eines der wichtigsten Elemente der Snotter, feiert im kommenden Jahr seinen 35. Geburtstag. Er ist seit 1980 im LEGO®-Programm anzutreffen.
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Dadurch, dass der Lampenstein über der Fläche einer 1×1 Platte nicht 2,5 Plattenstärken, sondern nur zwei Plattenstärken hoch ist, lässt sich dieser wunderbar „verkehrt“ einbauen. Snotten (Studs Not On Top) nennt sich diese Bautechnik.
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Eine umfassende Würdigung des Lampenstein findet sich auf der Website von Holger Matthes.

Noch älter ist das „AZMEP„, das Aus-Zwei-Mach-Eins-Plättchen, mit dem sich ein Versatz um eine halbe Noppe erreichen lässt. Dieses ist seit 1978 im Programm.

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Steffens Beispiele

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Die Lampensteine lassen sich nahtlos zusammenbauen. Damit lassen sich auch Muster erzeugen.
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Hier das Erzeugen von Stufen mit einer halben Plattenhöhe:
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Mit nicht mehr neu erhältlichen Elementen lässt sich das Bauen von Elementen mit beidseitgen Noppen realisieren. Mit den beiden alten Gelenkplatten 4275 und 4276 aus dem Jahr 1981.
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Der Motor war das Internet, nicht die Elemente

Meine These ist, dass sich zum einen die Techniken durch Foren wie 1000steine.de, Seiten wie brickshelf oder auch Social Media wie Flickr, exemplarisch dort die Gruppe LEGO Techniques viel schneller als früher verbreiten.

Zudem hat sich die Verfügbarkeit der Steine durch das Internet und die dort zu findenden Verkaufsplattformen erheblich verbessert.

Große MOCs waren früher unbezahlbar

Für einen größeren Baum werden rund 100 Blätter benötigt. Ich hatte drei davon auf meinem Fanwelt-Exponat stehen. Diese Blätter sind seit 1987 im Programm. Doch damals gab es die Blätter nur in dem Set 6066 Camouflaged Outpost. 8 Stück waren darin enthalten. Einzelteile gab es nur wenige in den „Service Packs“ als „Bückeware“ im gut sortierten Spielwarenhandel zu kaufen. Die Blätter waren nicht dabei. Man hätte 13 Sets kaufen müssen um die Einzelteile zusammen zu bekommen. Zu 37,98 DM das Stück. Macht 493,74 DM für 104 Blätter und viele andere Teile. Mit viel Glück konnte man sicher das ein oder andere Gesuchte Teil günstig auf dem Flohmarkt erstehen. Aber bestimmt nicht in der benötigten Menge. Vielleicht gab es auch den ein oder anderen Händler in der Seitenstraße einer Großstadt der schon damals einzelne Steine verkauft hat. Von dessen Existenz hätte ich allenfalls per Mund-zu-Mund-Propaganda erfahren.

Heute gibt es die Blätter unter den rund 1.500 Positionen bei Pick-A-Brick oder bei Bricklink. Die Beschaffung der Elemente ist kein Problem. Bei PaB das Blatt zu 15 cent. Macht 15 € plus Porto statt früher fast 500 DM.

Die leichte Verfügbarkeit der Teile in fast jeder Menge und verfügbaren Farbe macht die MOCs von heute erst möglich.