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Alles neu macht der Mai

In diesem Monat sind vor die Simpsons™ mit dem Kwik-E-Mart und deren zweiter Minifiguren-Serie Lieferanten für neue Teile. Aber auch Jurassic World sind nicht nur Dinosaurierknochen zu verdanken.

Da es sich bei beiden um Lizenzserien handelt, ist die Zahl der bei LEGO® direkt verfügbaren Teile diesmal sehr übersichtlich geraten.

Eine Übersicht aller neuen Teile findet sich bei Brickset.

Da ich ohnehin einen Tante-Emma-Laden komplettieren möchte, werde ich wohl um die Anschaffung des E-Mart nicht herum kommen. Auch wenn ich die Trickfilmserie nicht mag. Ein lohnender Teilespender ist das Set mit seinen über 2000 Teilen allemal. Vor allem als Fan von Dark Orange und Sand Blue wie mich.

Farbänderung!

Den älteren AFOLs läuft es noch immer kalt den Nacken herunter, wenn sie dieses Wort hören.

Zum Jahr 2004 wurden das althergebrachten hellgrau, dunkelgrau und braun durch einen anderen Farbton ersetzt.

Um es vorwegzunehmen. So dramatisch wie einst ist die diesjährige Farbüberraschung nicht. Oder doch? Die liebgewonnene Grundplatte 32×32 gab es seit vielen Jahren in grün und blau zu kaufen.

Seit Anfang des Jahres haben die Platten eine neue Artikelnummer und eine Verpackung erhalten. Eine, die auch im Regal aufgehängt werden kann. Das wird sicher vielen Geschäften entgegenkommen. Erst als die Platten in den Regalen hing, wurde vielen bewusst, dass nicht nur blau durch tan ersetzt wurde, sondern statt des „normalen grün“, das LEGO als „dark green“ bezeichnet durch hellgrün erstezt wurde. LEGO spricht von „bright green“.
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Natürlich habe ich noch ein paar Panikkäufe getätigt. Sicher werde ich die neuen Platten bevorzugt erst mal dort verbauen, wo man es, da vollständig überbaut, nicht sieht. Und wenn ich bis dahin nicht dem Altersstarrsinn verfallen bin, als Mitvierziger habe ich hoffentlich noch etwas Zeit bis dahin, werde ich mich irgendwann auch mit den neuen Farben versöhnen.

Eine Bitte noch nach Billund. Wenn ich beim Kundendienst das Element 3811 auswähle, kann ich die grüne und blaue Platte mit Verweis auf die nicht mehr erhältlichen „Sets“ nicht auswählen.

Die Platten sind übrigens beide noch im Lieferprogramm, wenn auch nur in weniger prominenten Sets außerhalb des üblichen Einzelhandelssortiment.

Im Set 9286 des Education-Programm sind beide Platten enthalten.

Die grüne Platte ist im SeriousPlay-Set 2000430 enthalten. Vielleicht schafft man es ja, beide künftig über den Kundendienst verfügbar zu machen und so die Wogen zu glätten.

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Beim Thema Bauplatten muss ich an die grandiose Besprechung der blauen Platte von Jaystepher denken. Diese möchte ich Euch nicht vorenthalten.
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Jay hat bei Youtube neben Besprechungen anderer, umfangreicherer Sets auch hilfreiche Tutorien eingestellt.

Mehr kostet manchmal weniger

Durch das Bobbycar von Michael Jasper bin ich auf die Space Shuttle-Reifen aufmerksam geworden, die ich inzwischen selbst gerne verbaue. Zuletzt für meinen Peel.

Das „Tire Smooth Small with White Hollow Fixed Center (Space Shuttle Wheel)“ 6230.

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Das Angebot ist nicht wirklich groß. Und die geforderten Preise sind mit durchschnittlich 40 Cent selbstbewusst.

Doch es gibt eine interessante Methode, Geld zu sparen. Statt des einzelnen Rad den Achshalter mit zwei Rädfern kaufen. Das ist dann in der Rubrik „Aircraft“ als „Plate, Modified 2 x 2 Thin with Dual Wheels Holder – Solid Pins with Space Shuttle Wheels“ bb164c01 zu finden. Das Angebot ist deutlich größer. Und mit durchschnittlich 21 cent für zwei Räder zudem sogar absolut günstiger als der Einzelkauf.
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Post im Wald

Gestern hat mich eine Pressemitteilung der hiesigen Polizei interessiert.

In einem Waldparkplatz wurden Müllsäcke mit nicht zugestellter Post gefunden. Wie der WDR geschrieben hat, handelt es sich dabei um einen privaten Briefzustelldienst.

Warum ich darüber schreibe? Ich fühlte mich auch betroffen.

Ich hab jede Menge Bestellungen bei Bricklink aus der halben Welt. Auch die unversicherten Sendungen haben mich alle erreicht. Eine Sendung lag ziemlich lange beim Zoll, ist dann aber angekommen.

Eine unschöne Häufung gibt es dennoch. Von meinen Betsellungen aus den Niederlanden sind 4 Bestellungen bei mir nie angekommen. Die Verkäufer aus unterschiedlichen Provinzen haben allesamt glaubhaft versichert, dass sie die Sendungen aufgegeben haben.

Die Sendungen aus den Niederlanden an mich werden scheinbar nicht mit der deutschen Post, sondern mit einem privaten Postdienstunternehmen zugestellt. Welches das ist? Keine Ahnung. Bei Postcon, als mit der niederländischen Post verbandeltem Unternehmen, hat man mir auf Mailanfrage erklärt nichts mit der Zustellung in meiner Gemeinde zu tun zu haben.

Da die Absender alle aus einer unterschiedlichen Ecke der Niederlande gekommen sind, vermute ich das die Probleme eher auf der deutschen Seite liegen. Mehr als eine Vermutung habe ich nicht.

Die niederländische Post kann ich nicht erreichen. Deren Website akzeptiert nur niederländische Adressen. Eine richtige Mailadresse geht nicht. Daher kann ich dort auch meinen Verdacht nicht äußern. Die Absender könnten einen Nachforschungsauftrag stellen. Aber dafür ist die Sache auch schon zu lange her.

Mit der Zuständigen Stelle der Polizei habe ich telefoniert. Die Sendungen waren für Empfänger aus einer Nachbargemeinde besttimmt. Vielleicht findet sich der Postsack ja auch mal irgendwann im Wald. ABS verrottet wenigstens nicht so schnell wie Papier.

Tut mir leid, liebe Bricklink-Händler aus den Niederlanden. Ihr habt zwar ein sehr verlockendes Angebot. Dennoch Ich werde nichts mehr bei euch kaufen. Versicherter Versand macht die Angelegenhteit bei den Mengen die ich kaufe meist unwirtschaftlich. Wenn ich lese, das mein Postsack gefunden wurde, starte ich einen neuen Versuch. Versprochen.

Neue Bautechniken nur durch neue Elemente?

Eine der häufigen Aussagen der „Früher war alles Besser“-Fraktion, neben „Damals gab es nur Basics“ ist, dass die heute anzutreffenden Bautechniken erst durch die ganzen neuen Elemente möglich geworden seien.

Angeregt wurde dieser Beitrag durch eine Diskussion mit Steffen (Nick: Asper) auf der diesjährigen Fanwelt in Köln. Steffen hat mir einige Beispiele für solche fälschlich als nur mit neuen Elementen zu realisierende Bautechniken präsentiert.

asper_mit_snotelementen

Der Lampenstein, eines der wichtigsten Elemente der Snotter, feiert im kommenden Jahr seinen 35. Geburtstag. Er ist seit 1980 im LEGO®-Programm anzutreffen.
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Dadurch, dass der Lampenstein über der Fläche einer 1×1 Platte nicht 2,5 Plattenstärken, sondern nur zwei Plattenstärken hoch ist, lässt sich dieser wunderbar „verkehrt“ einbauen. Snotten (Studs Not On Top) nennt sich diese Bautechnik.
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Eine umfassende Würdigung des Lampenstein findet sich auf der Website von Holger Matthes.

Noch älter ist das „AZMEP„, das Aus-Zwei-Mach-Eins-Plättchen, mit dem sich ein Versatz um eine halbe Noppe erreichen lässt. Dieses ist seit 1978 im Programm.

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Steffens Beispiele

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Die Lampensteine lassen sich nahtlos zusammenbauen. Damit lassen sich auch Muster erzeugen.
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Hier das Erzeugen von Stufen mit einer halben Plattenhöhe:
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Mit nicht mehr neu erhältlichen Elementen lässt sich das Bauen von Elementen mit beidseitgen Noppen realisieren. Mit den beiden alten Gelenkplatten 4275 und 4276 aus dem Jahr 1981.
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Der Motor war das Internet, nicht die Elemente

Meine These ist, dass sich zum einen die Techniken durch Foren wie 1000steine.de, Seiten wie brickshelf oder auch Social Media wie Flickr, exemplarisch dort die Gruppe LEGO Techniques viel schneller als früher verbreiten.

Zudem hat sich die Verfügbarkeit der Steine durch das Internet und die dort zu findenden Verkaufsplattformen erheblich verbessert.

Große MOCs waren früher unbezahlbar

Für einen größeren Baum werden rund 100 Blätter benötigt. Ich hatte drei davon auf meinem Fanwelt-Exponat stehen. Diese Blätter sind seit 1987 im Programm. Doch damals gab es die Blätter nur in dem Set 6066 Camouflaged Outpost. 8 Stück waren darin enthalten. Einzelteile gab es nur wenige in den „Service Packs“ als „Bückeware“ im gut sortierten Spielwarenhandel zu kaufen. Die Blätter waren nicht dabei. Man hätte 13 Sets kaufen müssen um die Einzelteile zusammen zu bekommen. Zu 37,98 DM das Stück. Macht 493,74 DM für 104 Blätter und viele andere Teile. Mit viel Glück konnte man sicher das ein oder andere Gesuchte Teil günstig auf dem Flohmarkt erstehen. Aber bestimmt nicht in der benötigten Menge. Vielleicht gab es auch den ein oder anderen Händler in der Seitenstraße einer Großstadt der schon damals einzelne Steine verkauft hat. Von dessen Existenz hätte ich allenfalls per Mund-zu-Mund-Propaganda erfahren.

Heute gibt es die Blätter unter den rund 1.500 Positionen bei Pick-A-Brick oder bei Bricklink. Die Beschaffung der Elemente ist kein Problem. Bei PaB das Blatt zu 15 cent. Macht 15 € plus Porto statt früher fast 500 DM.

Die leichte Verfügbarkeit der Teile in fast jeder Menge und verfügbaren Farbe macht die MOCs von heute erst möglich.

Fabuland-Dächer mal ganz anders

Vor einiger Zeit habe ich angefangen, Fabuland-Dächer zu horten. Diese gibt es in verschiedenen Ziegel-Farben und mit verschiedenfarbigem Mauerwerk. Zudem gibt es eine Ausführung mit Loch zur Befestigung des Schornsteins nebst passendem, nur in blau erhältlichen Formteil.
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Besonders schmuck ist die Dachgaube 2048, die sicher bei vielen in der Kiste mit den hässlichen, komischen Teilen die man nie verbaut landen wird.
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Leider ist hier keine Verglasung vorgesehen. Und innen gibt es nicht einmal Noppen. Mit ein paar Tricks bekommt man dennoch Fenster eingebaut.
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Den Schornstein habe ich mit Fliesen 2×4 verkleidet. Dabei sind die 1x1er mit Pins an 2 Seiten von Altbricks (leider aktuell nicht erhältlich) hilfreich. Die originalem mit 1 Pin können aber bei leicht verminderter Stabilität genauso gut eingesetzt werden.
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Leider ist der seitliche Abschluss nicht schön. Deshalb sollte neben dem Haus eine Brandschutzmauer zur Verblendung hochgezogen werden oder das Haus in einer Häuserzeile integriert werden.

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Um aus Dach ein ganzes Haus werden zu lassen, habe ich über einen längeren Zeitraum alle zu akzeptablen Versandkosten erhältlichen Gauben bei Bricklink zusammengekauft. Für das Gebäude habe ich mich für eine sandblaue Fassade entschieden. Weil dieses gut mit dem rot des Dachs harmoniert.

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An der rechten Gebäudeseite habe ich die unschönen Seiten mit einem Gerüst nach dem Entwurf von „The LEGO® neighborhood book“ kaschiert. Die Idee dazu hatte Dirk F. im Chat.

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neue Teile August bis Oktober 2014

Die Creativ-Abteilung von LEGO® war in den vergangenen Monaten nicht untätig. Es gibt wieder zahlreiche neue Sets, die neue Elemente und Farbvarianten mit sich bringen.

  • Im August war vor allem der Mini Anlass für die neuen Teile.
  • Im September haben die noch nicht in Deutschland erhältlichen Shell-Mini-Sets zu einigen interessanten neuen Farbvarianten geführt. Weitere kommen Teile sind mit der 3. Serie der Mixels erschienen.
  • Im Oktober waren die neuen Hobbit-Sets Hauptanlass für neue Farbvarianten. Freudig ist hier vor allem das Wiedersehen mit dem Basic 2×2 in sandgrün.

Caravan of Love – 3680

Schon mehrfach habe ich über einzelne Teile aus der Fabuland-Serie, die von 1979 bis 1989 Bestandteil des LEGO® Programms war, berichtet. Heute widme ich mich einem ganzen Set.

Ein Zufallsfund in einem bei ebay erworbenen Konvolut hat mir eine Perle aus dem Jahre 1988 in den Schoß gespült. Den „Camping Caravan 3680“.
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Das Set besteht aus lediglich 41 Teilen (unter Berücksichtigung aller Wohnwagen-Einzelteile wie Schubladen und Räder) und 3 Figuren. Das meiste Formteile, die kaum zu etwas anderem zu gebrauchen sind. Eigentlich genau der Stoff, der LEGO später fast das Genick gebrochen hätte. Dennoch ein Set, das nicht nur ob seiner Seltenheit unverzügliche Begehrlichkeiten weckt.
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Das Dach kann abgenommen werden. Eine Seite ist ausklappbar.
Der Wohnwagen ist im Inneren lediglich mit einer Küche eingerichtet. Vier Schubladen źum Ausziehen und zwei Türen zum Öffnen.
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Unten gibt es keine Achse, sondern drei Flugzeugräder.
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Die Tierfiguren wurden zu Charakteren entwickelt. Wer die liebevolle Geschichte um Bonnie Kaninchen, Edward Elefant und Willem Walroß erfahren will, dem sei ein Blick in die Anleitung empfohlen, die bei Peeron zu finden ist.

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„Bonnie Kaninchen gefällt es eigentlich überall. Aber am Strand ganz besonders“

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„Edward Elefant geht gerne zum Angeln. Stundenlang sitzt er in seinem Boot uns wartet, das wenigstens ein kleines Fischlein anbeißt.“

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„Käpt’n Willem Walroß ist ein alter Seefahrer. Er hat einen ganzen Seesack voll mit Geschichten von seinen Abenteuern auf dem weiten Ozean.“