3767 Gramm

Seit einiger Zeit bin ich fleißigst die alten Technik-Verbinder am sammeln. In meiner Stadt muss besonders zeitgemäße und effizienter Elektromobilität Einzug halten. Nein, kein Tesla-Store. Den gab es Ende der 60er/Anfang der 70er noch gar nicht. Ein VW T2-Elektrotransporter? Würde schon besser in die Zeit passen, fällt aber nicht auf. Und taugt nicht für die Massen. Eine gute, alte Straßenbahn. Leistungsfähig, effizient, umweltfreundlich, komfortabel.

Im Rahmen dieser Umbaumaßnahme werde ich mich auch weitgehend von den Straßenplatten verabschieden und diese durch eine Materialschlacht ersetzen. Auch wenn die Fahrbahnen aus 8×16-Fliesen entstehen und nur auf um die Schienen ein Kopfsteinpflaster aus den Technik-Pins entstehen soll braucht es pro Noppenlänge der Anlage 11 Pins. 5 Meter Anlagenlänge machen 625 Noppen Länge. Mit 11 Multipliziert sind das 6875 Pins.

Nachdem mich gestern wieder ein größerer Posten erreicht hat und die 11 Liter Samla-Box wirklich gut gefüllt ist habe ich das ganze mal auf die Waage gestellt. Nach Tarrierung zeigt diese diese 3632 Gramm an. Bei 0,48 Gramm Einzelgewicht müsste ich jetzt 7848 Stück haben. Puh, dass müsste ausreichen.

Ich habe mir ein Preis-Limit gesetzt und immer dann wenn es größere Posten günstig gab, diese geeordert. Sofern das Porto im Rahmen blieb hat mich auch eine Bestellung im Ausland nicht geschreckt. Bei anderen Bestellungen habe ich stets die Wanted-List geprüft und die offenen Teile, sofern im preislichen Rahmen, mitbestellt. Egal ob 2, 50 oder 200. So ist die Menge im Laufe von etwa zwei Jahren zusammengekommen.

Für die Fahrbahnmarkierung zwischen Gleis- und Straßenbereich brauche ich noch etwa 800 runde 1×1 Fliesen in weiß. Die gibt es an der Pick-A-Brick-Wand. Zwar mit Augen-Aufdruck, aber den sieht man nicht. Wenigstens an dieser Stelle ist die Beschaffung einfach und Preiswert.

Gegen den trüben Blick

„Zwischen den Jahren“ habe ich endlich mal wieder die Zeit gefunden, mich endlich mal wieder ein wenig in Sachen LEGO® umzuschauen. Dabei sind mir besonders zwei Beiträge im Youtube-Kanal vom „Held der Steine“ Thomas Panke hängen geblieben. Dieser ist recht hart mit der Produktpolitik von LEGO, sowohl was das auslaufende Jahr 2017, als auch was das kommenden Jahr 2018 angeht. Als Einzelhändler traue ich ihm zu, sehr kompetent zwischen guten (= verkauft sich prima) und schlecht (= Ladenhüter, wenn überhaupt nur mit großem Rabatt zu verkaufen) zu unterscheiden.

Als AFOL läuft man die Gefahr den Hersteller des begehrten Produkts stets für gut zu betrachten. Oder zumindest die weniger attraktiven Irrwege abseits der ganz groben Tiefschläge um die Jahrtausendwende aus dem Bewusstsein auszublenden. Bei mir zielt der Blick vor allem auf das Rohmaterial -sprich die Steine-, nicht jedoch auf das eigentliche Produkt, die Sets.

Für den AFOL stehen natürlich die exklusiven Sets und die Leuchttürme im oberen Preissegment besonders im Bewusstsein. Da gibt es aktuell viele fabelhafte Sets für die der Geldbeutel leider nicht ausreichend gefüllt ist. Fischerhaus, die aktuellen CC-Häuser. Die durch die Bank tollen City- und Creator-Sets oder auch die recht gelungenen Speed-Champions. Doch wie sieht es mit den Sets für die breite Masse aus?

Namensvetter Thomas hat gewaltig den Finger in die Wunde gelegt. Die Lizenzsets mit den in hoher Schlagzahl wechselnden Serien sind bei ihm weitgehend durchgefallen. Klassische Sets werden schmerzlich vermisst. Und die Produktpräsentation im Katalog empfindet er als desaströs. Mir ist das nicht so aufgefallen. Aber recht hat er!

Auch die aktuellen Sets der einsitgen Cash-Cow „StarWars“ sind bei ihm weitgehend durchgefallen. Kann ich bestätigen. Ein StarWars-Set habe ich schon lange nicht mehr gekauft. Nicht einmal als massives Sonderangebot im Ausverkauf.

Thomas vermisst die klassischen Serien wie Piraten, Ritter, Bauernhof, Eisenbahn. Die beim Marktbegleiter aus Zirndorf stets eine zentrale Rolle im Sortiment haben. Selbst in der Friends-Serie kommen 2018 Pferde praktisch nicht vor. Diese Beobachtung möchte ich einen Wunsch anschließen. Im Laufe der Jahre hat es von LEGO viele tolle Tiere gegeben. In Sets oder auch im Rahmen der Mini-Figuren-Serien. Warum gibt es nicht ähnlich den Stadtbewohnern oder dem Strand-Set eine Reihe mit Tieren. Die teils abstrusen Preise bei Bricklink zeigt dass diese noch immer sehr gut ankommen. Und der Aufwand wäre auch im erträglichen Rahmen, da eine Vielzahl von Formen bereits vorhanden sind. Warum nach den Stadtbewohnern und dem Tag am Strand nicht auch mal eine Packung mit zwei Dutzend verschiedenen Tieren? Eine mit Haus- und anderen Tieren aus unseren Breiten und eine mit wilden Tieren? Schleich scheint es fast ausschließlich mit Tierfiguren ziemlich gut. Auch bei Playmobil wird dieses Thema Jahr für Jahr erfolgreich breit getreten.

Auch das Thema Grundplatten hat Thomas aufgegriffen. In China gibt es die Platten in 25 verschiedenen Farben zu kaufen. Die meisten sowohl in 32×32, als auch in 16×32. Warum nicht auch beim Original? Der Aufwand bei Herstellung und Distribution dürfte mit einer größeren Vielfalt kaum überfordert sein. Zumindest weniger als mit der Breite der Lizenzthemen.

Was die Steineboxen angeht finde ich die aktuelle Produktpalette eigentlich wieder ganz passabel. Inzwischen gibt es ja auch wieder ein Set mit „vielen Fenstern“, eines mit „vielen Rädern“ erscheint in 2018. Da erscheint mir der Ozeantanker LEGO-Konzern durchaus in der Lage zu sein, auf Kritik zu reagieren.

Schnell zuschlagen – oder sich ärgern.

Bei Galeria Kaufhof gibt es noch Restbestände der Angry Birds-Set. Diese halte ich zwar für nicht besonders gelungen und der Meinung waren wohl auch viele. Die die Sets dann nicht gekauft haben. Dementsprechend groß sind die Bestände in den Lagern die noch ganz schnell losgeschlagen werden müssen. Mit einem Rabatt von 75% sind bei Galeria Kaufhof noch zwei Sets verfügbar.
Bird Island Egg 75823 gibt es statt für UVP 39,99€ für 9,99€.
Piggy Pirathe Ship 75825 ist von stolzen 69,99€ inzwischen auf 19,99€ reduziert worden.

Gerade letzteres Set erscheint mir ein dankbarer Teilespender mit vielen schönen Teilen zu sein.

Online gibt es die Sets zwar derzeit nicht mehr. Allerdings kann man auf der Seite nachschauen, in welcher Filiale diese noch verfügbar sind. Eine Online-Reservierung ist auch möglich.

Feiertag für die Zugbauer

Der 01.09.2017 ist ein wichtiger Tag für die Erbauer von 8w-breiten Eisenbahnwaggons. Denn in dem Set 75188: Resistance Bomber ist das Element 54095 Slope, Curved 8 x 8 x 2 Double in hellgrau enthalten. Zuvor gab es das ein einziges mal in einem Schiff der Serie Avatar. Das war 2006. Dementsprechend schwierig ist das Teil zu beschaffen. Momentan werden in Bricklink nur sechs Exemplare angeboten. Weltweit.

Die weiteren neuen Teile des Monats findet ihr bei Brickset.

ADMZPs – jetzt auch aus Billund!

Regelmäßig durchforste ich die Brickset-Datenbank nach neuen Elementen. Meine noch etwas müden Augen haben beim Durchforsten der August-Teile ein mir bereits wohlbekanntes Teil entdeckt. Das „Aus-drei-mach-zwei-Plättchen“. Dieses Element kannte ich aus einem chinesischen Set über das ich zum Jahreswechsel berichtet hatte. Unter der Design-ID 34103 wird die PLATE 1X3 W/ 2 KNOBS jetzt offiziell geführt.

Zum Vergleich das Clon-Teil aus Asien:

Ich bin sehr erfreut darüber, dass es dieses oft schmerzlich vermisste Teil jetzt auch offiziell und hoffentlich bald auch in vielen tollen Farben geben wird.

Vor kurzen noch ein kleines Vermögen


In den vergangenen Monaten haben einige Farbvarianten, die nur in wenigen, seit langem ausgelaufenen Sets enthalten waren ihren Weg zurück ins Programm gefunden. Das zeigt mir deutlich, dass es manchmal sinnvoll sein kann, zu warten. Alles kommt irgendwann wieder.

Das weiße Neck Bracket with Back Stud, Designnummer 42446, Elementnummer 6167602 beim Service für 12ct. In der Vergangenheit häufig für mehr als 2€ verkauft.

Die weiße Plate, Round 1 x 1 with Flower Edge (4 Knobs) Designnummer 33291 bzw. 28573. 6170578. Beim Service für 8ct. Bei Bricklink meist für über 30ct verkauft. Gab es zwischen 2000 und 2004 in wenigen Sets. Jetzt in dem Set 21134 The Waterfall Base.

Die weißen Plant Leaves 6 x 5, Designnummer 2417, Elementnummer 6093469. Gab es nur 2006/7 in drei Sets. Meist für mehr als 1€ verkauft. Jetzt für 33ct beim Kundendienst.

Ein weiteres rares Teil ist vor wenigen Tagen erschienen. Mit dem Juniors/Cars-Set 10732 Guido and Luigi’s Pit Stop ist Plate, Modified 1 x 2 with Door Rail, Designnummer 32028, Elementnummer 6179330 wieder erhältlich.

Hier wurden bislang über 3€ bezahlt, denn zuvor gab es die blaue Maritus nur im Set 7045 Hovercraft Hideout aus dem Jahr 2003. Das quasi nicht erhältliche San Diego Comic-Con 2016 Exclusiv-Set lasse ich mal außen vor. Jetzt habe ich 10ct pro Stück bezahlt. Bei Bricklink für bis zu 9,99€ erfolgreich (!) im Angebot.

Ich habe mir seinerzeit lieber das ganze Hovercraft bei ebay als einzelne Platten bei Bricklink gekauft. Das war günstiger. Und ein schönes Set obendrein.

Noch nicht erhältlich ist das Set mit den sandgrünen Maccaroni.

Kommentar: Spassbremse

Die Computerzeitung c’t hat den LEGO®-Technik Porsche mit 46 km/h im ADAC Technik Zentrum unter vorbildähnlichen Bedingungen gegen die Wand gefahren.

Eine tolle Aktion. Über eine halbe Million Klicks bei Youtube. Unbezahlbares, virales Marketing. Zielgruppengerecht bei „Nerds“ die gerne mal den ein oder anderen Euro für tolles Spielzeug springen lassen.

Doch was hört man vom Hersteller?

Dieser „Fun-Test“ ist ein reiner „Fun-Test“ und bildet entsprechend überhaupt keine Grundlage, um unsere hohen Qualitäts-, Sicherheits- und Produktstandards in irgendeiner Weise zu kritisieren.“

Christoph Offenberg,
PR-Manager Lego GmbH

als Leserbrief in c’t Heft 12/2017, S. 12 veröffentlicht.

Für mich ist im dem Test keinerlei Kritik an der Qualität zu lesen. Ganz im Gegenteil. Das Fahrzeug verhält sich sogar beim Crash ähnlich eines Vorbilds, obwohl bei der Konstruktion bestimmt niemand diese Anforderung im Hinterkopf hat. Trotz Anwendung gröbster Gewalt, sind gerade einmal fünf Teile zerbrochen. Besser kann man doch nicht zeigen, wie hochwertig die Spritzgussteile in Billund gefertigt werden. Wahrscheinlich kann man die benötigten Teile für nicht einmal 3,50€ beim Kundendienst nachbestellen. 1% Schadenssumme bei einem 46 km/h Crash. Beim Vorbild wird man dank der lackierten Stoßfänger trotz des Kaufpreises von über 150.000€ für 1% kaum einen Parkrempler repariert bekommen.

Nicht der Crash-Tests, der nach NCAP mit 0 Sternen hätte bewertet werden müssen hat das Ergebnis verdient. Sondern der Umgang der PR-Profis damit. Nutzt Eure Chance und rettet die Situation. Nicht mal auf Eurer offiziellen Facebook-Seite ist das Video zu sehen. Warum eigentlich nicht?

Auf gute Nachbarschaft

Eines meiner Lieblingsbücher gibt es seit kurzem auch in einer deutschsprachigen Ausgabe. Der Heel-Verlag aus Königswinter, vor allem für die Bücher von Joachim „Joe“ Klang und seinem Umfeld bekannt, hat das Buch „The LEGO® neighbourhood book“ von Brian und Jason Lyles jetzt unter dem Titel „Häuser aus LEGO® Steinen“ herausgebracht.

Besonders gefallen hat mir die Gegenüberstellung von Vorbildfotos mit Vorschlägen, diese Gestaltungselemente in LEGO umzusetzen. Diese Herangehensweise der Autoren kommt meinem Weg zu meinen MOCs recht nahe. Mit wachen Augen durch die Stadt gehen, Details zu erspähen und sich dabei bereits Gedanken zu machen, wie sich das mit welchen Steinen vielleicht umsetzen ließe.

Zahlreiche Gegenstände für die Innen- und Außenausstattung von Gebäuden sind so dargestellt, dass ein Nachbau für den schon etwas erfahrenen Baumeister kein Problem darstellen sollte. Die Originalausgabe hatte mich übrigens seinerzeit angeregt, mittels Gerüst die Unzulänglichkeiten der Fabuland-Dächer zu kaschieren.

Pfiffig finde ich die Anleitung für ein Basishaus, das sich mittels verschiedener Fassaden und Dächer im Pariser Stil, im Amsterdamer Kanalstil sowie im Kolonialstil gestalten lässt. Die Fassaden werden hier mit Platten verkleidet, die an der Hausfront mit alle 5 Höhen verbauten Steinen mit Frontpin befestigt werden. Auf Grund des 5zu6-Verhältnisses der Klemmbausteine passen daran genau Platten in 6er Länge.

Darüber hinaus enthält das Buch eine vollständige Bauanleitung für einen „Drugstore“, eine US-amerikanische Drogerie als CC-Eckhaus.

Das Buch ist für mich vor allem eine Ideensammlung, die anregt diese in eigenen Modellen umzusetzen und weiter zu entwickeln. Oder etwas pathetischer, wie im Pressetext des Verlags geschrieben, „Dieses Buch will anregen um die Phantasie für eigene Modelle zu beflügeln.“ Eine gute Hilfe für alle Häuslesbauer die sich von den Vorbildern aus Billund emanzipieren wollen.

Brian und Jason Lyles
Häuser aus LEGO® Steinen
204 Seiten
ISBN 978-3-95843-518-6
14,99 €

Der Heel-Verlag hat mir für meine Besprechung ein kostenloses Rezensionsexemplar zugesandt. Vielen Dank.

Die Originalausgabe habe ich mir seinerzeit selbst gekauft.

LUG Showcase im LEGO® Store Köln

Seit gestern ist im LEGO® Store Köln ein gutes Stück Aachener Geschichte zu sehen. Meine „Buttertram“ ist im Showcase in der Hohen Straße 68-82 ausgestellt.

Für das Showcase werden von den LEGO® Modellbaufans Rheinland e. V. regelmäßig geeignete Modelle ausgewählt. Danke, Oliver! Dafür steht die Grundfläche von 64×48 Noppen (2 x 1,5 Grundplatten) zur Verfügung.

Für die Präsentation habe ich eine neue Haltestelle und ein paar Gebäudefassaden gebaut. Um trotz der beeingten Verhältnisse mehr als nur die Seite des Zugs zu zeigen, habe ich ein paar besonders schäbige Grundplatten zerschnitten. Damit das ganze trotzdem stabil ist, habe ich die Plattenfragmente mit doppelseitigem Klebeband auf eine dünne Sperrholzplatte geklebt. Dabei hatte es sich bewährt, zunächst nur ganz wenig von der Trennfolie abzuziehen, damit die Platte noch vor dem Festkleben ausgerichtet werden kann. Nachdem das Sperrholz fertig benoppt war, wurde darauf wieder eine Menge alter Technik-Pins gesetzt, um das Pflaster darzustellen.

Die Häuser haben kein konkretes Vorbild, sondern orientieren sich an vorhandenen MOCs. Die sandrote Fassade besteht aus Gründen der Kosten und Verfügbarkeit weitgehend aus Dachsteinen, von denen die Rückseite zu sehen ist.
Eine echte Rarität befindet sich auf dem Dach der Telefonzelle. In der Farbe „Very Light Orange“ gibt es nur diese Katze. Dieses Tier war im Jahr 2000 in zwei Sets der längst vergessenen Scala-Reihe enthalten.
Paul McCartney habe ich, ebenso wie eine „Gammler“ unter die Passanten gemischt.

Der Einbau in den Schaukasten hatte ein wenig etwas vom Bau eines Buddelschiffs, da die Öffnung etwas kleiner als die Grundfläche ist. Die Grundplatte musste leer in die Vitrine gelegt werden. Erst dort konnten die einzelnen Segmente der Gebäude konnten wieder zusammengefügt werden und um Figuren und Fahrzeuge ergänzt werden.
Die Szenerie wird mindestens bis Ende März im Kölner Store zu sehen sein. Vielleicht auch noch etwas länger. Über Euren Besuch und Eure Kommentare freue ich mich.

Die Heiermann-Steineboxen

Als die ersten Infos über die diesjährigen Neuheiten durchsickerten waren oftmals nur die Bezeichnungen der Sets, aber keine weiteren Infos wie Steinezahl oder gar Bilder verfügbar. Die vermuteten farbenreine Steineboxen beflügelten meine Phantasie.
Mein Wunsch, der bisher leider noch nicht in Erfüllung gegangen ist, wäre eine Steinebox mit einem dem Architecture Studio 21050. In einfacher Aufmachung, zum Preis einer großen Classic-Steinebox. Und verfügbar mit Inhalt ausschließlich in jeweils einer Farbe wie sandblau/grün, dunkelblau/rot/grün/tan oder hellgelb. Doch genug der Träumerei und zurück zur Gegenwart.
Für den Gegenwert eines Heiermanns kann man seit kurzem eine von vier Steineboxen kaufen. Jede Box beschränkt sich überwiegend auf eine Farbe, beinhaltet jedoch viele Farbtöne.

10706 Blue Creativity Box

UVP 4,99€, 78 Teile in 39 verschiedenen Varianten und 12 Farben. Bricklink-Teilewert: 7,00€.


10707 Red Creativity Box

UVP 4,99€, 59 Teile in 31 verschiedenen Varianten und 10 Farben. Bricklink-Teilewert: 4,88€.




In diesem Set könnten die Windmühlenflügel 24307, die nur in der rechten Ausführung enthalten sind für Tränen sorgen. Schade, ich hätte in einem anderen Set das Gegenstück erwartet.

Gut gefallen haben mir hier die Augen, die man auch als Dosenverschluss verwenden könnte.

10708 Green Creativity Box

UPV 4,99€, 70 Teile in 36 verschiedenen Varianten und 11 Farben. Bricklink-Teilewert: 4,10€


10709 Yellow Creativity Box

UVP 4,99€, 60 Teile in 40 verschiedenen Varianten und 13 Farben. Bricklink-Teilewert: 5,35€.

Eine exklusive Farbneuheit ist die 2×6-Platte 3795 in Bright Light Yellow.
Neu, aber in mehreren Sets enthalten ist die grüne Blume. 33291 Plate, Round 1 x 1 with Flower Edge (4 Knobs)

Da kleine Sets tendenziell etwas höher im Steinepreis liegen geht der Preis nach einem Seufzer gerade noch in Ordnung. Man hat deutlich mehr als vom regelmäßig in einer neuen Version erscheinenden Polizei-Motorrad, das neben einer Minifigur nur wenige Teile enthält. Als kleine Mitbringel, für die Schultüte oder Ostern passt das. Werde dennoch morgen in den real fahren, und mir dort die auf 29,99€ reduzierte Steinebox 10704 kaufen. Mit 900 Teilen, 3,3 ct je Teil im Sonderangebot und 4,4 ct zur UVP. Bricklink-Wert über 70€. Das ist eher nach meinem Geschmack.

Hier ein Blick in die mit den Steinen gefüllte Box 10708. Die Volumen der Box könnte für den Inhalt deutlich reduziert werden.

Dennoch. Ich freue mich über alle brauchbaren Sets im Taschengeldbereich, da ich dieses für ein sehr wichtiges Segment erachte, um bei Kindern die Freude an den Klemmbausteinen zu wecken und zu erhalten. Schade, dass die Mixels eingestellt wurden. Hier war bei einem geringeren Preis der Spielwert meines Erachtens höher.

Was mir an den Boxen ausgesprochen gut gefallen hat, war die Vorstellung der Designerin bzw. des Designers auf einer Doppelseite der Anleitung. Weitere Informationen gibt es auch online.

Es fällt schwer jemanden, der MOCs aus größeren Mengen bestimmter Steine baut, für solche Minimalboxen zu begeistern. Die Teile sind höchstens, und das auch nur in einem Fall, 8x in einem Set vorhanden.

Daher tue ich mich schwer, ein die Sets gerecht zu beurteilen. Gut gefallen haben mir die Anleitungen. Alle Modelle lassen sich gleichzeitig aus allen vorhandenen Steinen bauen. Zudem regen weitere Fotos, ohne Anleitung, die Phantasie zum Modifizieren und Kombinieren an.

Aus der Kinderperspektive erscheinen mir die Boxen auch geeignet, um zum Ersatzteilspender für Verlorengegangenes zu dienen. Eine gewisse Farbtoleranz vorausgesetzt. Zudem helfen die Boxen, die Vielfalt der Elemente kennen zu lernen und einen breit gefächerten Grundstock aufzubauen.

Diese Vielfalt hilft, Bautechniken zu lernen. Schon 4-jährigen wird gezeigt, dass man mit Konvertersteinen nicht nur nach oben bauen kann und das AZMEPs helfen, Elemente zwischen zwei Noppen zu setzen. Aus den so geschulten Kindern könnte später mal was werden.