Archiv der Kategorie: Elemente

das Rad neu erfunden (2)

Wie bereits im ersten Teil gezeigt, habe ich mich aufgemacht, ein eigenes Eisenbahnrad zu entwickeln. Wie meist konstruiere ich nicht eine Lösung für einen einzelnen Anwendungsfall, sondern ein Universaltool, mit dem aus einer Konstruktion viele Ausgabeprodukte entstehen können. OpenSCAD ist dafür eine großartige Hilfe.

Im Laufe eines Jahres und einiger dutzend gedruckter Prototypen schritt die Konstruktion eines eigenen Eisenbahnrads weiter voran. Dabei flossen neben Verbesserungen auch weitere Konfigurationsmöglichkeiten ein.

Die Treibräder einer 01.10 entstammen einem früheren Entwicklungsstand, aber sind trotzdem ganz nett anzusehen. Auch wenn die Konstruktion inzwischen in einigen Details weiter verbessert wurde.

Neben der grundlegenden Geometrie der Elemente können spezifisch für das jeweilige Rad eigenen Parameter definiert werden. Im Laufe der Entwicklung und der Beschäftigung mit Rädern des Vorbilds haben sich die definierbaren Parameter fleißig vermehrt. Die Bedeutung der Werte werden in einer der Datei beigefügten PDF erklärt.

das Lastenheft

Neben der freien Konfigurierbarkeit von Durchmesser und Speichenzahl waren mir einige Unterschiede zu den bekannten Rädern wichtig.

  • die Montage von Haftreifen ist möglich
  • geeignet für zweifarbigen Druck mit unterschiedlichen Farben für Radreifen und Radscheibe
  • der Spurkranz tritt leicht gegenüber Nabe und Gegengewicht zurück
  • die Speichen weisen einen abgerundeten Querschnitt auf
  • die Speichen laufen in Richtung vom Radreifen zur der Radnabe leicht spitz zu
  • das Gegengewicht ist nicht zwingend zentrisch platziert
  • an Achsstand und Radius angepasste Spurkranzbreite
  • der Übergang von der Speiche zum Radreifen ist partiell abgerundet
  • der Durchmesser der Radnabe ist konfigurierbar

Um die Merkmale eines Dampflokrades überhaupt zu verstehen, waren einige Original-Konstruktionszeichnungen, die ich im Historischen Eisenbahn Archiv von Peter Zander erworben habe, sehr hilfreich.


Die Räder für eine Seite einer „01“. Die Druckdauer liegt je nach Qualität und Drucker im Bereich eines Arbeitstages. Für die 01.10 wäre das Kurbelkreuz auf der gegenüberliegenden Seite auf Grund der 120°-Teilung des Dreizylindertriebwerks versetzt.

Räder, Gegengewicht und Koppelstange für eine Jung R42C in der Ansicht des Sclicers.
Druckdauer in mittlerer Qualität und 25% Infill knapp 2 Stunden. Benötigtes Material: 5m Filament (1,75mm). Die Kosten für Material und Stromkosten betragen weniger als einem Euro.

Hintergründiges zur Konstruktion

Die Räder werden nur in seltenen Fällen radial angeordnet sein. An dem Funktions-Prototyp der V65 mit Beugniot-Hebel ist gut zu erkennen, wie groß der Winkel zwischen Rad und Schiene werden kann.

Dementsprechend kann der Spurkranz mit der Schiene in Konflikt geraten. Aus diesem Grund wird der Spurkranz in der Modellumsetzung ggf. bei kleinen Radien, größeren Radständen und größeren Rädern schmaler ausgeführt. Das notwendige Maß ist in der Konstruktion vollständig verformelt.

Zusätzlich ist die entsprechende Herleitung in Tabellenkalkulations-Form enthalten.

Damit sinnvoll Räder unterschiedlicher Größe in einem Fahrzeug verbaut werden können, sollte die Differenz der Räder („RadDurchmesser“) in einem vielfachen einer halben Plattenhöhe (1,6 mm) stehen). Die weitere sinnvolle Differenz ergibt sich aus der Bautechnik und natürlich dem Vorbild.

Gedruckt habe ich bisher auf dieser Basis Räder für Dampfloks der Baureihen 01, 50 und 55, deren Tender sowie der Stangen-Diesel-Lokomotiven V60 (DB), V65 und Jung R42C. Die zugehörigen Loks werden sicher nach und nach folgen.

Als Haftreifen verwende ich O-Ringe in einem Millimeter Breite. Angegeben ist der Innendurchmesser. Für ein 26mm-Rad ist somit ein Ring 24,0×1,0 erforderlich. Oder einige mm enger. Die Ringe gibt es günstig in China.

Normalerweise kann sich die Breite der Treib bzw. Schubstange mit einer halben Steinbreite an den schmalen Technic-Liftarmen orientieren. Bei seitenverschieblichen Achsen kann ein Abstand zwischen Rad und Treibstange sinnvoll sein. Mit entsprechendem Drucker können die Treibstangen auch zweifarbig ausgeführt werden, wie z.B. hellgrau/rot für viele Bundesbahnloks.

Die Treibstangen stellen hohe Anforderungen an die Maßhaltigkeit. Bereits Abweichungen im Bereich von einem halben Prozent führen zu einem schwergängigen Fahrwerk. Daher sollte gerade hier gewissenhaft die Längenausdehnung des Materials (z.B. bei ABS) überprüft werden.

Neues aus der Werkstatt

Inzwischen ist der Flashforge Finder wieder verkauft. Statt dessen habe ich, wieder von Flashforge und wieder gebraucht gekauft, einen Creator Pro im Einsatz. Dieser verfügt über ein größeres, beheiztes Druckbett mit dem endlich auch das ersehnte ABS gedruckt werden kann. Zudem verfügt er über zwei Druckköpfe, so dass mehrfarbige Teile entstehen könne. Wie rote Eisenbahnräder mit grauen Radreifen.

Als Slicer setze ich nicht mehr das zum Drucker gehörende Flashprint ein, sondern habe mir nach langem Überlegen und einigem Ausprobieren für das nicht ganz billige Simplyfy3D entschieden.

Mit denhttps://blog.5zu6.de/wp-admin/edit-tags.php?taxonomy=post_tag Ergebnissen von Drucker und Slicer bin ich, nach gewisser Lernkurve, ziemlich zufrieden. Auch wenn es sicher viele andere gute Drucker und Slicer gibt.

Das Rad neu erfunden (1)
Das Rad neu erfunden (2)
Das Rad neu erfunden (3)
Das Rad neu erfunden (4)

das Rad neu erfunden (1)

Vorweg. Das Rad wurde, trotz der reißerischen Überschrift, nicht neu erfunden. Aber es wurden neue Wege zu vorbildgerechteren Rädern gefunden. Auch wenn dieser heute mal nicht über China, sondern über den 3D-Drucker führt. Ein paar Lösungen aus den Frühzeiten wurden bei 1000steine.de zusammengetragen.

Einer der Bereiche, in denen Custom-Parts eher akzeptiert werden, sind Eisenbahnräder. Weil es bis zum 2009 erschienene Emerald Night kaum Möglichkeiten gab. Und es bei Rädern, anderes als bei anderen fehlenden Bauteilen, kaum sinnvolle Lösungen für Workarounds gibt.

bestehende Lösungen

Bei vielen werden vor allem die Spitzguss-Räder von Big Ben Bricks verwendet. Auch die über den 3D-Druck-Dienstleister Shapeways erhältlichen Räder von Shupp finden eine gewisse Verbreitung. Bein Thingiverse gibt es zudem ein konfigurierbares Eisenbahnrad von Thidney.

Jason Steinhurst hat die verschiedenen Rädergrößen zusammengestellt:
All The Currently Available, Lego Compatible, Train Wheel Sizes

wir haben die Kraft

Ein Nachteil der BBB-Räder und der Shupp-Räder sind die fehlenden Haftreifen. Im 3D-Druck stehen hinter der entsprechenden Nut nur ein paar Zeilen.

weil mir das nicht ausreicht

Für meine Vorbilder erschienen mir diese im Vergleich zu früher großartigen Möglichkeiten immer noch nicht ausreichend. Die Lücke zwischen dem ganz kleinen Eisenbahnrad mit einem Durchmesser von 8,2 mm (2927/50264) und dem normalem Eisenbahnrad mit 17 mm Durchmesser (55423c01) gab den Anstoß, etwas eigenes zu entwickeln.


Die erste Vorschau-Ansicht eines Treibrad-Satzes für eine 01.10. Für die andere Seite ist die Achse um 30° gedreht, da es sich um eine Dreizylinder-Lok handelt.

weiteres Radzubehör

Neben den Rädern sind Treibstangen und, für Dieselloks mit Stangenantrieb ein Gegengewicht am Blindwellenantrieb, notwendig.

Gedruckte Treibstangen sind beispielsweise beim US-amerikanischen Bricklink-Händler zephyr erhältlich.

Wird fortgesetzt.

Das Rad neu erfunden (1)
Das Rad neu erfunden (2)
Das Rad neu erfunden (3)
Das Rad neu erfunden (4)

Bricklink-Hack

Besonders interessieren mich neue Teile und dabei vor allem neue Formen. Während Brickset primär auf die Datenbanken des LEGO®-Kundendienst zurückgreift („Steine und Teile“)und dementsprechend schnell ist, verfügt Bricklink über eine eigene Systematik. Dort muss erst mal jemand das neue Set in Händen halten, die neuen Formen oder Farbvarianten einpflegen. Diese müssen von den Administratoren geprüft und freigegeben werden. Anschließend kann das auf Basis dieser Teile das neue Set erstellt werden. Das ist etwas langsamer, ermöglicht es aber auch Feinheiten in den Teilen zu berücksichtigen, die an offizieller Stelle unter „Weiterentwicklung“ fallen und keine Beachtung finden.

Ein Weg zu neuen Teilen in Bricklink geht über die Suche oben auf der Startseite.

Am besten dort gleich „Catalog Items“ auswählen.

Dort muss „Parts“ wenn es um Teile geht, ausgewählt sein. Es ist meist am Interessantesten, sich die neuesten Teile zuerst anzeigen zu lassen. Also Sort by: Date und Order: Down. Ggf. kann die Suche noch auf ein bestimmtes Jahr eingeschränkt werden.

Und dann „Go!“ – Halt. Man wird eine Menge Teile angezeigt bekommen, die sich nur durch Bedruckung oder gar Aufkleber von Vorhandenem unterscheiden. Mittels Minuszeichen können diese von der Suche ausgeschlossen werden. Zudem interessieren mich neue Duplo-Teile nicht wirklich. Also steht im Suchfenster „-pattern -sticker -duplo“. Ggf. könnte das noch durch ein „-minifig*“ oder andere Ausschlüsse ergänzt werden.

Da Bricklink die URL vollständige URL nicht immer in der Adresszeile des Browsers anzeigt, hier noch mal die angepasste Adresse fürs Lesezeichen: https://www.bricklink.com/catalogList.asp?pg=1&q=-pattern+-sticker+-duplo&catLike=W&catType=P&sortBy=D&sortAsc=D&v=1.

überraschend gut

Sets bewerte ich weniger nach dem Bauvorschlag, sondern vor allem nach den enthaltenen Teilen. Ein wichtiger Indikator ist der für mich der Quotient aus Wert der enthaltenen Teile (tatsächlich bei Bricklink erzieltem Preis) und meinem Kaufpreis.
Bei ziemlich vielen Sets dümpelt dieser knapp über 1. Bei wenigen, guten Sets zum Schnäppchenpreis auch mal in Richtung 2. Mehr ist selten.

Der diesjährige Friends-Adventskalender 41353 hat viel Schelte erhalten müssen. Ohne Figuren wird der diesjährige Friends-Adventskalender dessen eigentliche Zielgruppe wahrscheinlich auch nicht besonders ansprechen. Und weil die Figuren fehlen, hat LEGO® diesmal 10€ auf die UVP aufgeschlagen und ruft heuer 29,99 € als UVP auf. Auch wenn dafür mehr Steine enthalten sind – über 500 sind enthalten – scheint sich der Kalender nicht besonders gut zu verkaufen. In den Läden sind häufiger größere Mengen verfügbar. Dementsprechend hoch sind die Rabatte. Ich habe meine Exemplare am 1.12. für 9,99€ bei Völkner erstehen können (kurzzeitiges Sonderangebot, leider ausgelaufen). Abwegig finde ich den Gedanken nicht, die letzten Exemplare zwischen den Jahren für 5€ in der Grabbelkiste erstehen zu können.

Meine Auswertung mittels Brickstock zählt 556 Teile in 201 Lots. Mit einem Teilewert von über 33€. Selbst wenn man die rosa- und lilafarbenen Teile ignoriert, bleibt immer noch ein Wert von über 29€. Zumindest reduziert könnte sich das lohnen, auch wenn nur wenig besonders spannende Teile dabei sind.

Besonders freue ich mich über diese Teile:
4x 2423
5x 17485
2x 25214

29 Posten mit 196 Teilen sind 5mal oder mehr enthalten. Das ist besser als in mancher Steinebox. Ich denke, damit kann man etwas anfangen.

Für eigene Auswertungen stelle ich die Brickstock-Datei des Sets zur Verfügung.

Für den AFOL vergebe ich das Testurteil „überraschend gut“. Für die eigentlich anvisierte Zielgruppe reicht es nur zu einem „nicht empfehlenswert“. Für mich bleibt ein fader Geschmack. Denn der Adventskalender

  • taugt m. E. auf Grund fehlender Figuren und Tiere nichts für die Zielgruppe
  • wirkt gegenüber den Kalendern der Wettbewerber lieblos
  • der Kalkulator hat eigenwillige Prämissen bei der Gestaltung der UVP gesetzt
  • vergrault den Handel, der möglicherweise größere Mengen unterhalb des eigenen Einkaufspreises verramschen muss

Auch wenn ich mich als AFOL über diese preiswerte Ergänzung meines Steinevorrats freue. Ich wünsche ich mir künftig wieder erfolgreichere Produkte. Auch in diesem Segment. Das was bereits über die kommenden Neuheiten bekannt ist, lässt hoffen, dass die Firma mit dem Sortiment für das kommende Jahr wieder mehr richtig macht.

Vorfreude….

… ist die schönste Freude. Gestern Abend den Anhänger abgeholt. Heute die Kisten kontrolliert. Gleich wird eingeladen und dann geht es los zum Aufbauen. Damit die Besucher von Freitag bis Sonntag was zu sehen bekommen.

Nach Wochen des Planen, Bauen und Korrigieren geht es los. Wenn die Modelle stehen muss sicher noch das Ein oder Andere korrigiert werden. Zum Glück habe ich es nicht allzu weit nach Hause und könnte noch Ersatz für das Ein oder Andere Vergessene oder Verlorene holen.


Auf dem Küchentisch haben sich meine Straßenbahnwagen eingefunden, bevor sie in die Transportkisten gestellt werden.

na sowas!

Die Eisenbahn-Sparte ist in den letzten Jahren (oder Jahrzehnten?) im offiziellen Produktsortiment von LEGO® eher eine Randerscheinung. Es gab eigentlich immer einen Personenzug, einen Güterzug und ein paar Gleispackungen.

Aktuell gibt es (noch) den Weihnachtszug und, meist vergriffen, den Hogwarts-Express.

Darüber hinaus schaut es mau aus. Bahnhof? Gibt es nicht mehr? Bahnübergang? Haben wir nicht. Einzelne Wagen zur Ergänzung? Träumer!

Heute früh schaue ich auf die Website der Drogeriekette Müller. Lasse mir die LEGO-Sets nach Beliebtheit anzeigen. Züge auf den ersten Plätzen. Der Personenzug ist nicht mehr platziert, da bereits vergriffen. Ebenso die anderen Züge, falls dort überhaupt erhältlich.


Zugegebenermaßen sind die Sets sehr fair eingepreist. Allerdings trifft das auch auf ganz viele andere Sets zu. Das erste Star-Wars-Set findet sich übrigens aktuell auf Rang 40.

Auch wenn sich die großen Sets zu Weihnachten besonders gut verkaufen, wäre es doch mal eine Idee die Beschenkten nach Weihnachten mit kleineren Sets eine Weile bei der Stange zu halten.

Brickstock zeigt mir, das die Einzelteile des Zugs bei Bricklink für rund 240€ verkauft werden. Für ein 139€-Set kein schlechter Wert. Müller akzeptiert übrigens auch (Papier-)Gutscheine von anderen Drogerieketten und gibt darauf 15% Nachlass. In wie weit das mit den Sonderangeboten kombiniert werden kann habe ich noch nicht ausprobiert.

Bricks & Tricks

Mit „Bricks & Tricks“ hat das Autorenduo Joachim „Joe“ Klang und Uwe Kurth sowie viele befreundete Ideengeber ein neues Werk zum pfiffigen Einsatz von LEGO®-Steinen vorgelegt.

Pressefoto Heel Verlag

In Stil und Qualität der bekannten Werke geht es diesmal vor allem darum, die in den letzten Jahren neu erschienen Elemente so einzusetzen, dass aus diesen kleinen „Accesiors“ entstehen oder dass sie Modelle erst perfektionieren. Auch fast vergessene ältere Teile werden wieder ins Bewusstsein des AFOL zurückgeholt.

Mein persönlicher Favorit ist das – ganz vorne im Buch zu findende – Phantasie-Raumschiff, dessen Erscheinungsbild vor allem durch die drei Kielgewichte geprägt wird. Ein Teil, das sich in den Steinesammlungen der AFOL häufig, aber überwiegend in ganz weit hinten wegsortierten Kisten befinden wird. Weil man eigentlich nicht so recht etwas damit anfangen kann. Das Modell ist eine brillante Meisterleistung.

Nicht fehlen dürfen freilich für europäische Straßen überdimensionierte amerikanische Pickups und andere schnelle Autos. Tolle Vorbilder. Klasse umgesetzt. Pfiffig die Idee, aus einen Grundmodell ganz unterschiedliche Fahrzeugvarianten herzustellen.

Neben den Anleitungen gibt es immer wieder Umsetzungen, die nur so weit erläutert sind, dass die wesentlichen dahinter steckenden Bautechniken verstanden werden können. Als Anregung für eigenen Umsetzungen völlig ausreichend. Aus solch einem Puzzlekasten von kleinen Lösungen entstehen letzten Endes auch meine eigene Ideen. Und die Ideen helfen

Bereits aus Joes Flickr-Account bekannt sind die -brillanten- Umsetzungen des angedeuteten Modellbausatz sowie des Slot-Racers. Auch wenn man diese eher nicht nachbauen wird. Aus der Umsetzung lassen sich viele kleine Ideen ableiten und in eigenen Bauwerken umsetzen.
Ford GT40
Ford GT40 by -derjoe-, auf Flickr

Für die Eisenbahner ist eine schnuckelige, aber in 9W dennoch massive Kleinlok „Kö 1“, bei der Bundesbahn zuletzt auch als Baureihe 311 geführt, mit Anleitung enthalten.

Beim Game-Boy musste ich schmunzeln, denn eine nicht annähernd so perfekte Umsetzung habe ich in meinen Vor-AFOL-Zeiten für meine Kinder gebaut.

Gegen Ende des Buchs findet sich der einzige Schnitzer des Buchs. Beim Zauberwürfel bleibt es ein Geheimnis, wie die einzelnen Würfel miteinander verbunden sind. Die Auflösung lautet: 2×2 Jumper in Verbindung mit der Rundfliese mit Pin.
Rubiks Cube LEGO Zauberwürfel (How 2 do)
Rubiks Cube LEGO Zauberwürfel (How 2 do) by -derjoe-, auf Flickr

Als ich das Buch in die Hand nahm dachte ich angesichts des Titels zunächst an eine Umsetzung des Advances Building Techniques Guide in Buchform. Da hätte ich mich schwer mit getan. Doch der Schwerpunkt ist anders gelagert.

Das Buch hat eine gute Mischung zwischen Bauanleitungen für die nicht so versierten „Bauer“ und kleinen Anregungen für die Fortgeschrittenen. Letztlich geht es vor allem darum, die eigene Phantasie anzuregen und eigene Lösungen für eigene Modelle zu entwickeln. Das ist es was LEGO® letztlich ausmacht. Etwas tolles, neues aus begrenzten Bauelementen mit einer strengen, vorgegebenen Geometrie zu gestalten.

Joachim Klang und Uwe Kurth
Brick&Tricks
208 Seiten
ISBN 978-3-95843-762-3
18,00 €

Der Heel-Verlag hat mir für meine Besprechung ein kostenloses Rezensionsexemplar zugesandt. Vielen Dank.

ganz neu oder lang vermisst

Die August-Neuheiten haben wieder einige interessante Teile mitgebracht.

Vor allem bei den unauffälligen, grauen Teilen gibt es Newcommer und Wiederkommer. Nicht zuletzt durch den Aston Martin.

Die Rundeiner-Fliese 98138 gab es bisher zwar in hellgrau und schwarz, nicht jedoch in Dark Bluish Gray (6222416).

Die zunächst in schwarz eingeführte Bar 1L with 1 x 1 Round Plate with Hollow Stud (32828) gibt es jetzt auch in Light Bluish Gray (6227897).

Die geniale Plate, Modified 1 x 2 Rounded with 2 Open Studs (35480) gibt es jetzt neu auch in Dark Bluish Gray (6221607) und Dark Tan (6231386). Hoffentlich gibt es dieses Teil irgendwann einmal an der Pick-A-Brick-Wand, so dass man eine große Menge dieser Platten preiswert bekommen kann. Damit kann man sicher tolle runde und abgerundete Bauten erstellen.

Zuletzt 2005 gab es den Sitz (4079) in Light Bluisch Gray (6230230).

Ebenfalls um ein alten Bekannter ist der Brick, Modified 1 x 4 x 1 1/3 No Studs, Curved Top (6191/10314) in Light Bluisch Gray (6195463). Diesen gab es zwischen 2005 und 2008 sowie 2012/13 in zwei weiteren Sets.

Das kleine Zäunchen 3633 ist zwar ein ganz alter Bakannter im Lieferprogramm von LEGO®. Dennoch gab es ihn bislang nie in neuhellgrau (6230229). Dank Aston Martin ist dieses Defizit beseitigt.

Die Sand-Farben erfreuen mich immer besonders. Neu ist hier die Plate, Modified 1 x 2 with Door Rail (32028) in Sand Blue (6234348).

Durchblick (6228867) über sechs Ecken gibt es jetzt für die Flag 5 x 6 Hexagonal (x1435/51000/17979).

Setflut – Teileflut

Zum – in Dänemark scheinbar bereits am 01.06. beginnenden zweiten Halbjahr – sind eine Menge neuer Sets erschienen. In diesen sind mal wieder eine Menge neuer Teile und Farbvarianten enthalten. Hier eine Auswahl der mir besonders interessant erscheinenden Elemente:

LAMP, NO. 1 37776

DESIGN PLATE 1X1, NO. 1 35463

TILE 1X3, INVERTED, W/ 3.2 HOLE 35459

BICYCLE FRAME, NO. 1 36934. Ein Mountainbike!

MINI CLOTHING, NO. 9 38781 – endlich eine gescheite Rettungsweste!

DESIGN BRICK 1X3X1 1/3, NO. 1 38265

BRICK 1X2, OUTSIDE HALF BOW 37352

PLATE 1X1, W/ 1.5 PLATE 1X1, DOWNWARDS 36841

Animal No. 31 38635

neue Farbvarianten:

PL.ROUND 1X1 W. THROUGHG. HOLE 28626

Brick 1×1 3005 – in sandgelb. Darauf habe ich schon lange gewartet, um ohne Tricks endlich mal ein hellgelbes Haus bauen zu können.

Brick 2×4 3001 in sandgelb

Brick 1X4, No. 36 6227749

MINI FIGUR BABY BODY 25128


Ordentlich gebechert

Nein, kein übermäßiger Alkoholkonsum. Bei meinem heutigen Besuch im Kölner LEGO®-Store habe ich mich mit gefüllten Pick-A-Brick-Bechern eingedeckt.

Besonders angetan haben es mir die grünen Plant Leaves 4 x 3 (2423). Etwa 175 Gramm davon habe ich in einen Becher bekommen. Bei 0,44 Gramm/Stück macht das 398 Stück. Bei 17,49€ je Becherfüllung sind das 4,4 cent je Blatt.

Auch ein Teil von dem man selten ausreichend besitzt sind Fliesen, vor allem in Grau. Dieses mal gab es (neu-)dunkelgraue 1×2 (3069b). Gewogen habe ich eine Füllung von 405 Gramm. Bei 0,26 Gramm/Stück müssten sich stolze 1558 Stück im Becher befinden. 1,1 cent je Stück.

Um nichts zu verschenken. In den Becherdeckel passen 4 Stück 2×4-Steine (oder anderes mit identischem Volumen zusammengebautes).

Was es sonst noch gab? 1×1-Plättchen in dunkelgrün, 1x2x2-Eckplatten in weiß, 1×3-Platten in hellgrau und tan. Und viele Andere Teile, die Euch mehr als mich ansprechen.

Da die Stores nur aus einem stark begrenzten Sortiment bestellen können, ist die Chance gut, diese Elemente auch in anderen Pick-A-Brick-Wänden anzutreffen.