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ADMZPs – jetzt auch aus Billund!

Regelmäßig durchforste ich die Brickset-Datenbank nach neuen Elementen. Meine noch etwas müden Augen haben beim Durchforsten der August-Teile ein mir bereits wohlbekanntes Teil entdeckt. Das „Aus-drei-mach-zwei-Plättchen“. Dieses Element kannte ich aus einem chinesischen Set über das ich zum Jahreswechsel berichtet hatte. Unter der Design-ID 34103 wird die PLATE 1X3 W/ 2 KNOBS jetzt offiziell geführt.

Zum Vergleich das Clon-Teil aus Asien:

Ich bin sehr erfreut darüber, dass es dieses oft schmerzlich vermisste Teil jetzt auch offiziell und hoffentlich bald auch in vielen tollen Farben geben wird.

Vor kurzen noch ein kleines Vermögen


In den vergangenen Monaten haben einige Farbvarianten, die nur in wenigen, seit langem ausgelaufenen Sets enthalten waren ihren Weg zurück ins Programm gefunden. Das zeigt mir deutlich, dass es manchmal sinnvoll sein kann, zu warten. Alles kommt irgendwann wieder.

Das weiße Neck Bracket with Back Stud, Designnummer 42446, Elementnummer 6167602 beim Service für 12ct. In der Vergangenheit häufig für mehr als 2€ verkauft.

Die weiße Plate, Round 1 x 1 with Flower Edge (4 Knobs) Designnummer 33291 bzw. 28573. 6170578. Beim Service für 8ct. Bei Bricklink meist für über 30ct verkauft. Gab es zwischen 2000 und 2004 in wenigen Sets. Jetzt in dem Set 21134 The Waterfall Base.

Die weißen Plant Leaves 6 x 5, Designnummer 2417, Elementnummer 6093469. Gab es nur 2006/7 in drei Sets. Meist für mehr als 1€ verkauft. Jetzt für 33ct beim Kundendienst.

Ein weiteres rares Teil ist vor wenigen Tagen erschienen. Mit dem Juniors/Cars-Set 10732 Guido and Luigi’s Pit Stop ist Plate, Modified 1 x 2 with Door Rail, Designnummer 32028, Elementnummer 6179330 wieder erhältlich.

Hier wurden bislang über 3€ bezahlt, denn zuvor gab es die blaue Maritus nur im Set 7045 Hovercraft Hideout aus dem Jahr 2003. Das quasi nicht erhältliche San Diego Comic-Con 2016 Exclusiv-Set lasse ich mal außen vor. Jetzt habe ich 10ct pro Stück bezahlt. Bei Bricklink für bis zu 9,99€ erfolgreich (!) im Angebot.

Ich habe mir seinerzeit lieber das ganze Hovercraft bei ebay als einzelne Platten bei Bricklink gekauft. Das war günstiger. Und ein schönes Set obendrein.

Noch nicht erhältlich ist das Set mit den sandgrünen Maccaroni.

Kommentar: Spassbremse

Die Computerzeitung c’t hat den LEGO®-Technik Porsche mit 46 km/h im ADAC Technik Zentrum unter vorbildähnlichen Bedingungen gegen die Wand gefahren.

Eine tolle Aktion. Über eine halbe Million Klicks bei Youtube. Unbezahlbares, virales Marketing. Zielgruppengerecht bei „Nerds“ die gerne mal den ein oder anderen Euro für tolles Spielzeug springen lassen.

Doch was hört man vom Hersteller?

Dieser „Fun-Test“ ist ein reiner „Fun-Test“ und bildet entsprechend überhaupt keine Grundlage, um unsere hohen Qualitäts-, Sicherheits- und Produktstandards in irgendeiner Weise zu kritisieren.“

Christoph Offenberg,
PR-Manager Lego GmbH

als Leserbrief in c’t Heft 12/2017, S. 12 veröffentlicht.

Für mich ist im dem Test keinerlei Kritik an der Qualität zu lesen. Ganz im Gegenteil. Das Fahrzeug verhält sich sogar beim Crash ähnlich eines Vorbilds, obwohl bei der Konstruktion bestimmt niemand diese Anforderung im Hinterkopf hat. Trotz Anwendung gröbster Gewalt, sind gerade einmal fünf Teile zerbrochen. Besser kann man doch nicht zeigen, wie hochwertig die Spritzgussteile in Billund gefertigt werden. Wahrscheinlich kann man die benötigten Teile für nicht einmal 3,50€ beim Kundendienst nachbestellen. 1% Schadenssumme bei einem 46 km/h Crash. Beim Vorbild wird man dank der lackierten Stoßfänger trotz des Kaufpreises von über 150.000€ für 1% kaum einen Parkrempler repariert bekommen.

Nicht der Crash-Tests, der nach NCAP mit 0 Sternen hätte bewertet werden müssen hat das Ergebnis verdient. Sondern der Umgang der PR-Profis damit. Nutzt Eure Chance und rettet die Situation. Nicht mal auf Eurer offiziellen Facebook-Seite ist das Video zu sehen. Warum eigentlich nicht?

Auf gute Nachbarschaft

Eines meiner Lieblingsbücher gibt es seit kurzem auch in einer deutschsprachigen Ausgabe. Der Heel-Verlag aus Königswinter, vor allem für die Bücher von Joachim „Joe“ Klang und seinem Umfeld bekannt, hat das Buch „The LEGO® neighbourhood book“ von Brian und Jason Lyles jetzt unter dem Titel „Häuser aus LEGO® Steinen“ herausgebracht.

Besonders gefallen hat mir die Gegenüberstellung von Vorbildfotos mit Vorschlägen, diese Gestaltungselemente in LEGO umzusetzen. Diese Herangehensweise der Autoren kommt meinem Weg zu meinen MOCs recht nahe. Mit wachen Augen durch die Stadt gehen, Details zu erspähen und sich dabei bereits Gedanken zu machen, wie sich das mit welchen Steinen vielleicht umsetzen ließe.

Zahlreiche Gegenstände für die Innen- und Außenausstattung von Gebäuden sind so dargestellt, dass ein Nachbau für den schon etwas erfahrenen Baumeister kein Problem darstellen sollte. Die Originalausgabe hatte mich übrigens seinerzeit angeregt, mittels Gerüst die Unzulänglichkeiten der Fabuland-Dächer zu kaschieren.

Pfiffig finde ich die Anleitung für ein Basishaus, das sich mittels verschiedener Fassaden und Dächer im Pariser Stil, im Amsterdamer Kanalstil sowie im Kolonialstil gestalten lässt. Die Fassaden werden hier mit Platten verkleidet, die an der Hausfront mit alle 5 Höhen verbauten Steinen mit Frontpin befestigt werden. Auf Grund des 5zu6-Verhältnisses der Klemmbausteine passen daran genau Platten in 6er Länge.

Darüber hinaus enthält das Buch eine vollständige Bauanleitung für einen „Drugstore“, eine US-amerikanische Drogerie als CC-Eckhaus.

Das Buch ist für mich vor allem eine Ideensammlung, die anregt diese in eigenen Modellen umzusetzen und weiter zu entwickeln. Oder etwas pathetischer, wie im Pressetext des Verlags geschrieben, „Dieses Buch will anregen um die Phantasie für eigene Modelle zu beflügeln.“ Eine gute Hilfe für alle Häuslesbauer die sich von den Vorbildern aus Billund emanzipieren wollen.

Brian und Jason Lyles
Häuser aus LEGO® Steinen
204 Seiten
ISBN 978-3-95843-518-6
14,99 €

Der Heel-Verlag hat mir für meine Besprechung ein kostenloses Rezensionsexemplar zugesandt. Vielen Dank.

Die Originalausgabe habe ich mir seinerzeit selbst gekauft.

LUG Showcase im LEGO® Store Köln

Seit gestern ist im LEGO® Store Köln ein gutes Stück Aachener Geschichte zu sehen. Meine „Buttertram“ ist im Showcase in der Hohen Straße 68-82 ausgestellt.

Für das Showcase werden von den LEGO® Modellbaufans Rheinland e. V. regelmäßig geeignete Modelle ausgewählt. Danke, Oliver! Dafür steht die Grundfläche von 64×48 Noppen (2 x 1,5 Grundplatten) zur Verfügung.

Für die Präsentation habe ich eine neue Haltestelle und ein paar Gebäudefassaden gebaut. Um trotz der beeingten Verhältnisse mehr als nur die Seite des Zugs zu zeigen, habe ich ein paar besonders schäbige Grundplatten zerschnitten. Damit das ganze trotzdem stabil ist, habe ich die Plattenfragmente mit doppelseitigem Klebeband auf eine dünne Sperrholzplatte geklebt. Dabei hatte es sich bewährt, zunächst nur ganz wenig von der Trennfolie abzuziehen, damit die Platte noch vor dem Festkleben ausgerichtet werden kann. Nachdem das Sperrholz fertig benoppt war, wurde darauf wieder eine Menge alter Technik-Pins gesetzt, um das Pflaster darzustellen.

Die Häuser haben kein konkretes Vorbild, sondern orientieren sich an vorhandenen MOCs. Die sandrote Fassade besteht aus Gründen der Kosten und Verfügbarkeit weitgehend aus Dachsteinen, von denen die Rückseite zu sehen ist.
Eine echte Rarität befindet sich auf dem Dach der Telefonzelle. In der Farbe „Very Light Orange“ gibt es nur diese Katze. Dieses Tier war im Jahr 2000 in zwei Sets der längst vergessenen Scala-Reihe enthalten.
Paul McCartney habe ich, ebenso wie eine „Gammler“ unter die Passanten gemischt.

Der Einbau in den Schaukasten hatte ein wenig etwas vom Bau eines Buddelschiffs, da die Öffnung etwas kleiner als die Grundfläche ist. Die Grundplatte musste leer in die Vitrine gelegt werden. Erst dort konnten die einzelnen Segmente der Gebäude konnten wieder zusammengefügt werden und um Figuren und Fahrzeuge ergänzt werden.
Die Szenerie wird mindestens bis Ende März im Kölner Store zu sehen sein. Vielleicht auch noch etwas länger. Über Euren Besuch und Eure Kommentare freue ich mich.

Die Heiermann-Steineboxen

Als die ersten Infos über die diesjährigen Neuheiten durchsickerten waren oftmals nur die Bezeichnungen der Sets, aber keine weiteren Infos wie Steinezahl oder gar Bilder verfügbar. Die vermuteten farbenreine Steineboxen beflügelten meine Phantasie.
Mein Wunsch, der bisher leider noch nicht in Erfüllung gegangen ist, wäre eine Steinebox mit einem dem Architecture Studio 21050. In einfacher Aufmachung, zum Preis einer großen Classic-Steinebox. Und verfügbar mit Inhalt ausschließlich in jeweils einer Farbe wie sandblau/grün, dunkelblau/rot/grün/tan oder hellgelb. Doch genug der Träumerei und zurück zur Gegenwart.
Für den Gegenwert eines Heiermanns kann man seit kurzem eine von vier Steineboxen kaufen. Jede Box beschränkt sich überwiegend auf eine Farbe, beinhaltet jedoch viele Farbtöne.

10706 Blue Creativity Box

UVP 4,99€, 78 Teile in 39 verschiedenen Varianten und 12 Farben. Bricklink-Teilewert: 7,00€.


10707 Red Creativity Box

UVP 4,99€, 59 Teile in 31 verschiedenen Varianten und 10 Farben. Bricklink-Teilewert: 4,88€.




In diesem Set könnten die Windmühlenflügel 24307, die nur in der rechten Ausführung enthalten sind für Tränen sorgen. Schade, ich hätte in einem anderen Set das Gegenstück erwartet.

Gut gefallen haben mir hier die Augen, die man auch als Dosenverschluss verwenden könnte.

10708 Green Creativity Box

UPV 4,99€, 70 Teile in 36 verschiedenen Varianten und 11 Farben. Bricklink-Teilewert: 4,10€


10709 Yellow Creativity Box

UVP 4,99€, 60 Teile in 40 verschiedenen Varianten und 13 Farben. Bricklink-Teilewert: 5,35€.

Eine exklusive Farbneuheit ist die 2×6-Platte 3795 in Bright Light Yellow.
Neu, aber in mehreren Sets enthalten ist die grüne Blume. 33291 Plate, Round 1 x 1 with Flower Edge (4 Knobs)

Da kleine Sets tendenziell etwas höher im Steinepreis liegen geht der Preis nach einem Seufzer gerade noch in Ordnung. Man hat deutlich mehr als vom regelmäßig in einer neuen Version erscheinenden Polizei-Motorrad, das neben einer Minifigur nur wenige Teile enthält. Als kleine Mitbringel, für die Schultüte oder Ostern passt das. Werde dennoch morgen in den real fahren, und mir dort die auf 29,99€ reduzierte Steinebox 10704 kaufen. Mit 900 Teilen, 3,3 ct je Teil im Sonderangebot und 4,4 ct zur UVP. Bricklink-Wert über 70€. Das ist eher nach meinem Geschmack.

Hier ein Blick in die mit den Steinen gefüllte Box 10708. Die Volumen der Box könnte für den Inhalt deutlich reduziert werden.

Dennoch. Ich freue mich über alle brauchbaren Sets im Taschengeldbereich, da ich dieses für ein sehr wichtiges Segment erachte, um bei Kindern die Freude an den Klemmbausteinen zu wecken und zu erhalten. Schade, dass die Mixels eingestellt wurden. Hier war bei einem geringeren Preis der Spielwert meines Erachtens höher.

Was mir an den Boxen ausgesprochen gut gefallen hat, war die Vorstellung der Designerin bzw. des Designers auf einer Doppelseite der Anleitung. Weitere Informationen gibt es auch online.

Es fällt schwer jemanden, der MOCs aus größeren Mengen bestimmter Steine baut, für solche Minimalboxen zu begeistern. Die Teile sind höchstens, und das auch nur in einem Fall, 8x in einem Set vorhanden.

Daher tue ich mich schwer, ein die Sets gerecht zu beurteilen. Gut gefallen haben mir die Anleitungen. Alle Modelle lassen sich gleichzeitig aus allen vorhandenen Steinen bauen. Zudem regen weitere Fotos, ohne Anleitung, die Phantasie zum Modifizieren und Kombinieren an.

Aus der Kinderperspektive erscheinen mir die Boxen auch geeignet, um zum Ersatzteilspender für Verlorengegangenes zu dienen. Eine gewisse Farbtoleranz vorausgesetzt. Zudem helfen die Boxen, die Vielfalt der Elemente kennen zu lernen und einen breit gefächerten Grundstock aufzubauen.

Diese Vielfalt hilft, Bautechniken zu lernen. Schon 4-jährigen wird gezeigt, dass man mit Konvertersteinen nicht nur nach oben bauen kann und das AZMEPs helfen, Elemente zwischen zwei Noppen zu setzen. Aus den so geschulten Kindern könnte später mal was werden.

maccaroni spinaci

So wie es ausschaut, kehrt eines der teuersten und seltensten Teilen, die regulär in LEGO®-Sets enthalten waren wieder zurück.

Im Lego Elves-Set 41188 Breakout from the Goblin King’s Fortress scheinen tatsächlich sandgrüne Maccaronis enthalten zu sein.

Auch wenn in der Freiheitsstatue die ältere Ausführung 3063 und bei den Elven die aktuelle Version 85080 zu finden sein dürfte ist das eine echte Bereicherung.

Bei dieser Entdeckung muss ich an einen Satz Marion/Brixe denken. Diese mahnte beim Kauf von Teilen zur Geduld. „Alles kommt wieder“. Wie sie doch recht hat.

Was mich noch interessieren würde. Kennt Ihr ein teureres Teil aus einem regulären Set? Die Maccaronis wurden bei Bricklink durchschnittlich für 59,21 € (gebaucht) bzw. 89,94 € (neu) gehandelt.

Screenshot aus Bricklink vom 21.02.2017

Sandgrüne Steinebox!

Schon lange stehen einfarbige Steineboxen in „Sonderfarben“ ganz oben auf meiner Wunschliste. Dieser Wunsch wurde teilweise, wenn auch nicht innerhalb der Classic-Reihe erhört.

Beim Sonntag-morgendlichen Brickset-Schauen habe ich die Bilder vieler interessanter und gelungener Neuheiten, die in Nürnberg noch nicht zu sehen waren, entdeckt. Diese zeigen wohl die Sets die auf der New Yorcker Toy Fair ausgestellt waren.

Beim Minecraft-Set 21136 The Ocean Monument bin ich hängen geblieben. Mit 120 US-$ für 1122 Teile kein Schnäppchen. Das relativiert sich angesichts des Inhalts. Ganz viel sandgrün. Sicher werden wir bald wissen, was genau die Wunderkiste enthält. Als neue Farbvariante sind sandgrüne Jumper (87580) zu erkennen.

Neujahrsfreuden

Anlässlich des chinesischen Neujahrsfest am 27.01.2017 ist es mal wieder an der Zeit, über interessante Elemente aus den Klonfabriken, die es so beim Original nicht gibt, zu berichten.

chinesische Mauer

Einer meiner ersten Beiträge überhaupt beschäftigte sich mit den Unzulänglichkeiten der Mauersteine. Die 1×4-Steine gibt es aus Asien auch in anderen Farben, wie hellgrau, dunkelgrau und tan.

Der Eckstein, den es in hellgrau, dunkelgrau, tan sowie braun gibt, kann dazu beitragen in Gebäude aus Mauersteinen mehr Stabilität zu bringen.

Besonders pfiffig finde ich aber der 1×3 Mauerstein. Auf der Rücksein trägt dieser nicht die Rille des Originals, sondern das Muster des Riffelsteins.

Hier sind die „Chinesen“ gemeinsam mit origialen 1×2-Mauersteinen verbaut. Man erkennt leichte Unterschiede in Farbton und Glanz.

voll den Durchblick

Eine günstige Alternative zu den nur in homöopathischen Dosen erhältlichen transparenten 2×2-Fliesen sind in Asien erhältlich.

Derzeit gar nicht als Original in transparent erhältlich sind die Fliese in 2×4 (87079), der Kurvenstein 1×3 (50950) sowie der Clip (15712)

auf den (Lift-)arm genommen

Liftarme habe ich auch in den beim Original nicht erhältlichen Längen 4 und 10 gefunden.

Zudem gibt es einen dünnen 1×2-Liftarm, der nur ein Achsenloch und statt dessen ein volles Pinloch aufweist. Könnte für den Antrieb von Dampflokomotiven interessant sein.

rundes

Ein paar Interessante Teile habe ich in „City Street“-Minisets gefunden.


Neben einer 3×3 Rundstein samt passender Fliese und einer ‚Maccaroni‘-Platte ist auch eine 1×2-Platte mit seitlichem Pinhalter in den Sets enthalten gewesen.

Geniales

Die Doppelnoppenplatte hatte ich seinerzeit beschrieben. Jetzt gibt es ein ähnliches Teil in halber Plattenstärke. Das lässt sich sicher für mach dreckige Lösung einsetzen.

Plattenbauten

Deutlich größer als an Einzelsteinen ist das Angebot an Bauplatten in verschiedensten Größen. Die zum 8/16/24/32/48er Raster des Originals passen. Oder auch nicht.

Unter der Vielzahl der Produkte sind mir zwei besonders aufgefallen. Zum einen die von unten bebaubaren Platten in 16×32 oder 32×32 in Plattenhöhe. Beim Original ist bei 16×16 Schluss. Für große Gebäude oder Dächer könnte das eine hilfreiche Lösung sein. Diese Platte gibt es auch in transparent.


Die Standardplatten sind ebenfalls in vielen Farben und abweichenden Größen, wie 24×24 oder 24×48 erhältlich. Die 32×32-Standardplatte gibt es auch in transparent. Diese ist im Gegensatz zur einst für das Legoland gefertigten und noch heute gelegentlich als Q-Part sporadisch erhältlichen 48×48-Platte vernünftig bebaubar.

Bei den Platten muss man noch mehr wie bei anderen Steine die Preise vergleichen. Meist liegt die 32x32er Platte bei knapp 4$. Günstigere Lose größerer Menge gibt es auch. Bei mehreren Verkäufern ist der Versand der ersten Platte kostenlos. Wenn man weitere in identischer Farbe ordert, werden Versandkosten fällig. Dann kaufe ich eben mehrfach nur ein Exemplar.

Besonders günstig waren drei Platten in Standardfarben. Deren Trackingnummer auf der Versandverpackung lies sich keiner Bestellung zuordnen. Eine Rechnung lag nicht bei, der Absender war auch mit Hilfe einer chinesischen Freundin der Familie nicht zu ermitteln. Da die Platten gegenüber dem Zoll als ‚Gift‘ deklariert wurden, war es wohl wirklich ein Geschenk eines unbekannten Gönners. Auf diesem Weg vielen Dank.

Die geschenkten Platten waren in einer Verpackung mit dem Herstellerlogo „LOJO“ gekennzeichnet. In ansonsten identischer Verpackung gab es Platten von YLT. Da mag noch jemand durchblicken.

Anders als die wohl gewalzt hergestellten Originalplatten scheinen die Nachahmerprodukte im Spritzguss hergestellt zu sein. Daher sind Einspritzlöcher an oder zwischen den Noppen erkennbar.

Die Platten sind zwar unterhalb des Listenpreises der Originale erhältlich. Aber dieser wird immer mal wieder günstige Sonderangebote deutlich unterboten. Als Unterbau lassen sich auch leicht beschädigte Exemplare oder Straßenplatten einsetzen, die man mitunter für ganz wenige Euros bekommt. Daher empfinde ich die beschriebenen Platten nur dann lohnend, wenn es Form oder Farbe nicht im Original gibt.

Supersparpreis

Zum Supersparpreis konnte ich ein Fahrrad in Bright Light Blue erwerben. Diese Farbe ist nur zum Liebhaberpreis aus den Originalformen erhältlich. In China für weniger als einen Euro, inklusive Versand.

Auf dem zweiten Blick werden die Unterschiede zum Original deutlich. Die Achshalter sind massiver, der Farbton wirkt stimmig und hält den Vergleich mit der Originalfarbe stand. Leider ist der Ständer etwas zu lang geraten so dass sich dieser nur mit deutlichem Nachdruck zwischen den Noppen einrasten lässt.

Trotz der Abweichungen wird das Teil taugen, um auf Ausstellungen einen kurzen Augenblick Bewunderung zu ernten. Bei Leuten, die sich auskennen, aber meinen Blog nicht lesen.

MOC: Buttertram

Meinen Weihnachtsurlaub habe ich genutzt, um ein MOC zu schaffen, dass den Schreibtisch in meinem Büro beim zieren soll.

Ein Fahrzeug der 1974 eingestellten Öcher Tram, der Aachener Straßenbahn, sollte als Vorbild dienen. Als neu-Aachener hatte ich meine erste Bleibe im Stadtteil Eilendorf. Dementsprechend habe ich mich für die fast ausschließlich auf der Linie 12 Eilendorf – Aachen – Vaals eingesetzten Gelenkzüge entschieden. Der Name „Buttertram“ der Fahrzeuge rührt von der häufigen Nutzung der Linie für Einkaufsfahrten in das benachbarte niederländische Vaals.

Diese Fahrzeuge wurden ab 1958 aus 1951 gelieferten Wagen des Verbandstyp umgebaut. Der Beiwagen ist an den Triebwagen aufgesattelt. Der Motorwagen verfügt über ein starres Fahrgestell, der Beiwagen über ein Drehgestell.
Da es an den Endstellen Wendeschleifen (Vaals, Theater) bzw. ein Gleisdreieck (Eilendorf) bestanden, sich die Haltestellen jedoch sowohl in Mittel-, als auch in Seitenlage befanden, handelt es sich um Einrichtungsfahrzeug mit beidseitigen Türen. Nach der Einstellung der Linie 12 gingen die Züge nach Augsburg, wo ein Fahrzeug museal erhalten geblieben ist.

JHM-1971-0052 - Allemagne, Aachen, tramway
Bei der Umsetzung habe ich mich auf keines der 11 Vorbildfahrzeuge festgelegt. Und daher die vorbildlose Betriebsnummer 7117 vergeben.

Tram & Trolleybus in Aachen (1972)

Für das Gelenk wurde auf die mit den Mixels eingeführten Kugelgelenke zurückgegriffen. Das Fahrzeug würde sowohl mit dem Lego-Standard-Radius, als auch mit Kuppen und Wannen zurechtkommen. Wenn es geeignete Gleise gäbe. Die Schmalspurkurven überfordern hingegen die Kurvengängigkeit des Fahrzeugs. Mangels geeigneter Gleise ist es dann auch bei einem reinen Standmodell geblieben. Ein normalspuriger, PF-motorisierter KSW ist ebenfalls im Bau.

Für den Schreibtisch habe ich eine vollständig eingepflasterte Haltestelle auf 64×24 Noppen gebaut. Im Bedarfsfall wird das Betrachten – und auch Schieben des Modells – helfen, die Laune zu heben. Und sicher für das ein oder andere angeregte Gespräch sorgen.
Aachener Strassenbahnpanorama (1973)
Ebenso zwar vorbildlos, aber nicht ohne Hintergrund ist die Haltestelle.

All Change…

Die Linie 12 verkehrte am 11. März 1973 zum letzten mal. Einen Winter und zwei Sommer später, am 29. September 1974 mit „Verkraftung“ der Linie 15 das Ende der Aachener Straßenbahn eingeläutet.

Seither gab es zwei erfolgversprechende und mit zugesagter, hochprozentiger Landesförderung versehene Versuche, in Aachen wieder Stadtverkehr auf der Schiene durchzuführen. Der erste Versuch wurde 1999 nach einem Wechsel der Ratsmehrheit begraben. 2013 wurde nach negativem Ratsbürgerentscheid die Campusbahn begraben.

Nach 1974, 1999 und 2013 hoffe ich, dass es nicht bis 2034 dauert, bis ein neuer und endlich erfolgversprechender Anlauf unternommen wird auf Adalbertsteinweg und Trierer Straße ein der Nachfrage entsprechendes Nahverkehrsmittel einzuführen. Aller guten Dinge sind drei!

In den großen euregionalen Nachbarstädten sind zwei Stradtbahnprojekte kurz vor der Realisierung. Neben der Sneltram Hasselt – Maastricht ist auch Lüttich dabei, die Straßenbahn als moderne Stadtbahn wieder einzuführen.