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Jetzt ist es soweit. Endlich!

Seit 2012 gibt es den 1×2-Mauerstein 99873. Seit 2014 gibt es das Pendant in 1×4 (15533). Letzterer wurde zwar bislang in 32 Sets verbaut. Aber stets nur in der Farbe Medium Dark Flesh. Seinerzeit gab es eine Freudenmeldung von mir, verbunden mit der Zuversicht, dass alsbald weitere Farbvarianten folgen werden. Es dauerte nicht nur drei Jahre lang, sondern sogar exakt vier bis die zweite Farbvariante erschienen ist. In der Mars-Mission (10405) sind tatsächlich zwei der 1×4 Mauersteine in Dark Tan enthalten.

Aus den chinesischen Clon-Fabriken gibt es dieses Element auch in hellgrau, dunkelgrau und tan (im Hintergrund zu sehen).

10402 – die ganz besondere Steinebox


Nach einigen neuen Sets die ich bei mir wenig positive Emotionen hervorgerufen haben freut es mich, wenn ich endlich mal wieder ein Set erscheint, das mich begeistert und ich rundum empfehlen kann. Und noch mehr freue ich mich wenn es sich nicht um ein Set handelt, dass selbst das monatliche Hobbybudget eines gut verdienenden AFOL ausreizt oder überstrapaziert.

Für taschengeldfreundliche 9,99€ UVP erhält man 181 Elemente in 19 Farben sowie eine Figur. Der BL-Wert des Inhalts liegt, auf den Verkaufspreis gerechnet bei fast 25€, auf die Angebote addiert sogar über 31 €. Da greift man doch gerne zu.

Im Rahmen des 60-jährigen Jubiläums des -ausgelaufenen- Patents der LEGO®-Steine hat sich unser dänischer Lieblingshersteller etwas ganz besonders einfallen lassen. Um ein wenig „Back-to-the-roots“-Feeling aufkommen zu lassen gibt es ein paar neue Steine-Boxen, die nicht unter dem Classic-Label, sondern unter „Building Bigger Thinking“ vermarktet werden. Die Set-Verpackungen sind an den bunten Kartons mit dem großen roten Fragezeichen schnell zu identifizieren. Im Katalog sind sie mit „ab Februar“ ausgezeichnet. In den LEGO-Stores und bei S@H sind sie bereits verfügbar. In anderen Geschäften habe ich sie noch nicht gesichtet. Was sich sicher bald ändern wird.

Ganz so weit zu den Wurzeln ist man dann doch nicht zurück gegangen. Zur Freude des AFOL besteht der Inhalt der Boxen nicht nur aus Elementen in Formen und Farben die es bereits 1958 gegeben hat. Ganz im Gegenteil. Neben der „exklusiven“ 2×4-Fliese, die allen Sets dieser Reihe gemein ist sind auch mehrere Elemente die es im vergangen Jahr so noch nicht gegeben hat.

Besonders hoch ist der Anteil der Neuheiten in der Box 10402.

Die besonderen Elemente im Einzelnen

weitere nette Teile wie

  • die bedruckte Tachofliese
  • hellgraue Rundfliese mit Noppe 18674
  • die Rundplatte mit Clip 26047 in weiß
  • inverser Kurvenslopes 24201 in, naja magenta
  • die Pizzastück-Viertelkreis-Fliese 25269 in rot
  • mehrerer Konverter- und Lampensteine

Die Minifigur ist klassich-unbedruckt mit blauer Hose und rotem Oberteil. Das Gesicht der klassische Smiley. Nebne dem weißen Helm gibt es einen braunen Pferdeschwanz-Haarschopf sowie den klassichen Kurzhaarschnitt in der bisher an diesem Element nicht verfügbaren Farbe Medium Dark Flesh.

Die Bauanleitung enthält drei Bauvorschläge. Ein Roboter (Schwierigkeitsgrad: Leicht), ein Go-Kart (Mittelschwer) sowie ein Papagei (für Fortgeschrittene) geht angesichts des Startalters von fünf Jahren in Ordnung.

Einzig für Liebhaber bunter Aufkleber dürfte das Set keine Empfehlung sein. Allen anderen empfehle ich: Kaufen. Am besten mehrfach. Zum Spielen. Für den Steinevorrat. Angesichts des günstigen Verhältnis zwischen kauf- und Steinepreis sogar zum Spekulieren. Und zum Verschenken. An Kinder und AFOLs.

Nach Billund die Bitte weiterhin so vielfältige und preiswerte und -wertige Sets rausbringen. Gerne auch zum 61., 62., 63., … Geburtstag des LEGO-Steins. Es wäre Schade, wenn diese Sets wirklich nur über einen kurzen Zeitraum erhältlich wären.

Der Firststein ist zurück!


Heimlich, still und leise schien er von uns gegangen zu sein. Der Firststein 3041. In wahrscheinlich jeder Steine-Sammlung in größeren Mengen vorhanden. Deshalb viel der Verlust wohl dem meisten nicht so recht auf. Doch bereits vor vier Jahren erschien das bislang letzte Set in dem der Firststein, wenn auch nicht in ein seiner eigentlichen Funktion, eingesetzt wurde. Das letzte klassische Creator-Haus mit First war das „Apple Tree House“ 5891 im Jahr 2010. Seitdem viele schöne Häuser, aber alle ohne First.
Heute stolpere ich über einen Artikel bei Brickset. Was sehen da meine müden Augen? Häuser mit richtigem Dach. Leider nur limitiert und derzeit auch nur bei Walmart in den USA erhältlich. Aber immerhin ein Anfang. Die Formen gibt es also noch.

3767 Gramm

Seit einiger Zeit bin ich fleißigst die alten Technik-Verbinder am sammeln. In meiner Stadt muss besonders zeitgemäße und effizienter Elektromobilität Einzug halten. Nein, kein Tesla-Store. Den gab es Ende der 60er/Anfang der 70er noch gar nicht. Ein VW T2-Elektrotransporter? Würde schon besser in die Zeit passen, fällt aber nicht auf. Und taugt nicht für die Massen. Eine gute, alte Straßenbahn. Leistungsfähig, effizient, umweltfreundlich, komfortabel.

Im Rahmen dieser Umbaumaßnahme werde ich mich auch weitgehend von den Straßenplatten verabschieden und diese durch eine Materialschlacht ersetzen. Auch wenn die Fahrbahnen aus 8×16-Fliesen entstehen und nur auf um die Schienen ein Kopfsteinpflaster aus den Technik-Pins entstehen soll braucht es pro Noppenlänge der Anlage 11 Pins. 5 Meter Anlagenlänge machen 625 Noppen Länge. Mit 11 Multipliziert sind das 6875 Pins.

Nachdem mich gestern wieder ein größerer Posten erreicht hat und die 11 Liter Samla-Box wirklich gut gefüllt ist habe ich das ganze mal auf die Waage gestellt. Nach Tarrierung zeigt diese diese 3632 Gramm an. Bei 0,48 Gramm Einzelgewicht müsste ich jetzt 7848 Stück haben. Puh, dass müsste ausreichen.

Ich habe mir ein Preis-Limit gesetzt und immer dann wenn es größere Posten günstig gab, diese geeordert. Sofern das Porto im Rahmen blieb hat mich auch eine Bestellung im Ausland nicht geschreckt. Bei anderen Bestellungen habe ich stets die Wanted-List geprüft und die offenen Teile, sofern im preislichen Rahmen, mitbestellt. Egal ob 2, 50 oder 200. So ist die Menge im Laufe von etwa zwei Jahren zusammengekommen.

Für die Fahrbahnmarkierung zwischen Gleis- und Straßenbereich brauche ich noch etwa 800 runde 1×1 Fliesen in weiß. Die gibt es an der Pick-A-Brick-Wand. Zwar mit Augen-Aufdruck, aber den sieht man nicht. Wenigstens an dieser Stelle ist die Beschaffung einfach und Preiswert.

Gegen den trüben Blick

„Zwischen den Jahren“ habe ich endlich mal wieder die Zeit gefunden, mich endlich mal wieder ein wenig in Sachen LEGO® umzuschauen. Dabei sind mir besonders zwei Beiträge im Youtube-Kanal vom „Held der Steine“ Thomas Panke hängen geblieben. Dieser ist recht hart mit der Produktpolitik von LEGO, sowohl was das auslaufende Jahr 2017, als auch was das kommenden Jahr 2018 angeht. Als Einzelhändler traue ich ihm zu, sehr kompetent zwischen guten (= verkauft sich prima) und schlecht (= Ladenhüter, wenn überhaupt nur mit großem Rabatt zu verkaufen) zu unterscheiden.

Als AFOL läuft man die Gefahr den Hersteller des begehrten Produkts stets für gut zu betrachten. Oder zumindest die weniger attraktiven Irrwege abseits der ganz groben Tiefschläge um die Jahrtausendwende aus dem Bewusstsein auszublenden. Bei mir zielt der Blick vor allem auf das Rohmaterial -sprich die Steine-, nicht jedoch auf das eigentliche Produkt, die Sets.

Für den AFOL stehen natürlich die exklusiven Sets und die Leuchttürme im oberen Preissegment besonders im Bewusstsein. Da gibt es aktuell viele fabelhafte Sets für die der Geldbeutel leider nicht ausreichend gefüllt ist. Fischerhaus, die aktuellen CC-Häuser. Die durch die Bank tollen City- und Creator-Sets oder auch die recht gelungenen Speed-Champions. Doch wie sieht es mit den Sets für die breite Masse aus?

Namensvetter Thomas hat gewaltig den Finger in die Wunde gelegt. Die Lizenzsets mit den in hoher Schlagzahl wechselnden Serien sind bei ihm weitgehend durchgefallen. Klassische Sets werden schmerzlich vermisst. Und die Produktpräsentation im Katalog empfindet er als desaströs. Mir ist das nicht so aufgefallen. Aber recht hat er!

Auch die aktuellen Sets der einsitgen Cash-Cow „StarWars“ sind bei ihm weitgehend durchgefallen. Kann ich bestätigen. Ein StarWars-Set habe ich schon lange nicht mehr gekauft. Nicht einmal als massives Sonderangebot im Ausverkauf.

Thomas vermisst die klassischen Serien wie Piraten, Ritter, Bauernhof, Eisenbahn. Die beim Marktbegleiter aus Zirndorf stets eine zentrale Rolle im Sortiment haben. Selbst in der Friends-Serie kommen 2018 Pferde praktisch nicht vor. Diese Beobachtung möchte ich einen Wunsch anschließen. Im Laufe der Jahre hat es von LEGO viele tolle Tiere gegeben. In Sets oder auch im Rahmen der Mini-Figuren-Serien. Warum gibt es nicht ähnlich den Stadtbewohnern oder dem Strand-Set eine Reihe mit Tieren. Die teils abstrusen Preise bei Bricklink zeigt dass diese noch immer sehr gut ankommen. Und der Aufwand wäre auch im erträglichen Rahmen, da eine Vielzahl von Formen bereits vorhanden sind. Warum nach den Stadtbewohnern und dem Tag am Strand nicht auch mal eine Packung mit zwei Dutzend verschiedenen Tieren? Eine mit Haus- und anderen Tieren aus unseren Breiten und eine mit wilden Tieren? Schleich scheint es fast ausschließlich mit Tierfiguren ziemlich gut. Auch bei Playmobil wird dieses Thema Jahr für Jahr erfolgreich breit getreten.

Auch das Thema Grundplatten hat Thomas aufgegriffen. In China gibt es die Platten in 25 verschiedenen Farben zu kaufen. Die meisten sowohl in 32×32, als auch in 16×32. Warum nicht auch beim Original? Der Aufwand bei Herstellung und Distribution dürfte mit einer größeren Vielfalt kaum überfordert sein. Zumindest weniger als mit der Breite der Lizenzthemen.

Was die Steineboxen angeht finde ich die aktuelle Produktpalette eigentlich wieder ganz passabel. Inzwischen gibt es ja auch wieder ein Set mit „vielen Fenstern“, eines mit „vielen Rädern“ erscheint in 2018. Da erscheint mir der Ozeantanker LEGO-Konzern durchaus in der Lage zu sein, auf Kritik zu reagieren.

Schnell zuschlagen – oder sich ärgern.

Bei Galeria Kaufhof gibt es noch Restbestände der Angry Birds-Set. Diese halte ich zwar für nicht besonders gelungen und der Meinung waren wohl auch viele. Die die Sets dann nicht gekauft haben. Dementsprechend groß sind die Bestände in den Lagern die noch ganz schnell losgeschlagen werden müssen. Mit einem Rabatt von 75% sind bei Galeria Kaufhof noch zwei Sets verfügbar.
Bird Island Egg 75823 gibt es statt für UVP 39,99€ für 9,99€.
Piggy Pirathe Ship 75825 ist von stolzen 69,99€ inzwischen auf 19,99€ reduziert worden.

Gerade letzteres Set erscheint mir ein dankbarer Teilespender mit vielen schönen Teilen zu sein.

Online gibt es die Sets zwar derzeit nicht mehr. Allerdings kann man auf der Seite nachschauen, in welcher Filiale diese noch verfügbar sind. Eine Online-Reservierung ist auch möglich.

Feiertag für die Zugbauer

Der 01.09.2017 ist ein wichtiger Tag für die Erbauer von 8w-breiten Eisenbahnwaggons. Denn in dem Set 75188: Resistance Bomber ist das Element 54095 Slope, Curved 8 x 8 x 2 Double in hellgrau enthalten. Zuvor gab es das ein einziges mal in einem Schiff der Serie Avatar. Das war 2006. Dementsprechend schwierig ist das Teil zu beschaffen. Momentan werden in Bricklink nur sechs Exemplare angeboten. Weltweit.

Die weiteren neuen Teile des Monats findet ihr bei Brickset.

ADMZPs – jetzt auch aus Billund!

Regelmäßig durchforste ich die Brickset-Datenbank nach neuen Elementen. Meine noch etwas müden Augen haben beim Durchforsten der August-Teile ein mir bereits wohlbekanntes Teil entdeckt. Das „Aus-drei-mach-zwei-Plättchen“. Dieses Element kannte ich aus einem chinesischen Set über das ich zum Jahreswechsel berichtet hatte. Unter der Design-ID 34103 wird die PLATE 1X3 W/ 2 KNOBS jetzt offiziell geführt.

Zum Vergleich das Clon-Teil aus Asien:

Ich bin sehr erfreut darüber, dass es dieses oft schmerzlich vermisste Teil jetzt auch offiziell und hoffentlich bald auch in vielen tollen Farben geben wird.

Vor kurzen noch ein kleines Vermögen


In den vergangenen Monaten haben einige Farbvarianten, die nur in wenigen, seit langem ausgelaufenen Sets enthalten waren ihren Weg zurück ins Programm gefunden. Das zeigt mir deutlich, dass es manchmal sinnvoll sein kann, zu warten. Alles kommt irgendwann wieder.

Das weiße Neck Bracket with Back Stud, Designnummer 42446, Elementnummer 6167602 beim Service für 12ct. In der Vergangenheit häufig für mehr als 2€ verkauft.

Die weiße Plate, Round 1 x 1 with Flower Edge (4 Knobs) Designnummer 33291 bzw. 28573. 6170578. Beim Service für 8ct. Bei Bricklink meist für über 30ct verkauft. Gab es zwischen 2000 und 2004 in wenigen Sets. Jetzt in dem Set 21134 The Waterfall Base.

Die weißen Plant Leaves 6 x 5, Designnummer 2417, Elementnummer 6093469. Gab es nur 2006/7 in drei Sets. Meist für mehr als 1€ verkauft. Jetzt für 33ct beim Kundendienst.

Ein weiteres rares Teil ist vor wenigen Tagen erschienen. Mit dem Juniors/Cars-Set 10732 Guido and Luigi’s Pit Stop ist Plate, Modified 1 x 2 with Door Rail, Designnummer 32028, Elementnummer 6179330 wieder erhältlich.

Hier wurden bislang über 3€ bezahlt, denn zuvor gab es die blaue Maritus nur im Set 7045 Hovercraft Hideout aus dem Jahr 2003. Das quasi nicht erhältliche San Diego Comic-Con 2016 Exclusiv-Set lasse ich mal außen vor. Jetzt habe ich 10ct pro Stück bezahlt. Bei Bricklink für bis zu 9,99€ erfolgreich (!) im Angebot.

Ich habe mir seinerzeit lieber das ganze Hovercraft bei ebay als einzelne Platten bei Bricklink gekauft. Das war günstiger. Und ein schönes Set obendrein.

Noch nicht erhältlich ist das Set mit den sandgrünen Maccaroni.

Kommentar: Spassbremse

Die Computerzeitung c’t hat den LEGO®-Technik Porsche mit 46 km/h im ADAC Technik Zentrum unter vorbildähnlichen Bedingungen gegen die Wand gefahren.

Eine tolle Aktion. Über eine halbe Million Klicks bei Youtube. Unbezahlbares, virales Marketing. Zielgruppengerecht bei „Nerds“ die gerne mal den ein oder anderen Euro für tolles Spielzeug springen lassen.

Doch was hört man vom Hersteller?

Dieser „Fun-Test“ ist ein reiner „Fun-Test“ und bildet entsprechend überhaupt keine Grundlage, um unsere hohen Qualitäts-, Sicherheits- und Produktstandards in irgendeiner Weise zu kritisieren.“

Christoph Offenberg,
PR-Manager Lego GmbH

als Leserbrief in c’t Heft 12/2017, S. 12 veröffentlicht.

Für mich ist im dem Test keinerlei Kritik an der Qualität zu lesen. Ganz im Gegenteil. Das Fahrzeug verhält sich sogar beim Crash ähnlich eines Vorbilds, obwohl bei der Konstruktion bestimmt niemand diese Anforderung im Hinterkopf hat. Trotz Anwendung gröbster Gewalt, sind gerade einmal fünf Teile zerbrochen. Besser kann man doch nicht zeigen, wie hochwertig die Spritzgussteile in Billund gefertigt werden. Wahrscheinlich kann man die benötigten Teile für nicht einmal 3,50€ beim Kundendienst nachbestellen. 1% Schadenssumme bei einem 46 km/h Crash. Beim Vorbild wird man dank der lackierten Stoßfänger trotz des Kaufpreises von über 150.000€ für 1% kaum einen Parkrempler repariert bekommen.

Nicht der Crash-Tests, der nach NCAP mit 0 Sternen hätte bewertet werden müssen hat das Ergebnis verdient. Sondern der Umgang der PR-Profis damit. Nutzt Eure Chance und rettet die Situation. Nicht mal auf Eurer offiziellen Facebook-Seite ist das Video zu sehen. Warum eigentlich nicht?